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Weinheim Straßenbauamt zum Ampel-Problem Prankelstraße

Kreis spielt den Ball an RNV weiter

Es ist ein heißes Thema und bevor man sich daran die Finger verbrennt, reicht man es lieber weiter. So zumindest scheinen die Verantwortlichen auf Kreisebene zu denken, wenn es um die Ampel- und Schrankenschaltung am OEG-Übergang Prankelstraße/B 3 (wir haben berichtet) geht. Viele Autofahrer ärgern sich seit Wochen über die langen Schließzeiten von bis zu acht Minuten. Wer dort zum Beispiel aus Norden kommend von der B3 links in die Prankelstraße einbiegen möchte, der hat den Eindruck, Schranke und Linksabbiegerampel warten auf eine OEG aus Süden – die am Ende aber gar nicht kommt.

Auf Nachfrage unserer Redaktion meldete sich am Mittwoch der Rhein-Neckar-Kreis mit einer Stellungnahme zu Wort. Fazit: Nicht das Straßenbauamt sei für die Schaltungen zuständig, sondern die RNV. „Das Straßenbauamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hat die RNV mehrfach auf diese Problematik hingewiesen, jedoch bislang ohne Erfolg. Die Bahn bleibt aus ihrer Sicherheitsphilosophie heraus bei ihrer Vorrangschaltung beziehungsweise den bestehenden Schrankenschließzeiten“, heißt es in der Stellungnahme. Außerdem soll es nach Auskunft des Kreises am Mittwoch ein Gespräch mit RNV, Polizei und Straßenbahnamt unter anderem zu diesem Thema gegeben haben.

Schranken schließen früh

Der Kreis versichert jedenfalls mit Nachdruck: „Unserem Straßenbauamt ist es sehr wichtig, Verkehrsströme und -flüsse so optimal wie möglich zu gestalten. Hierzu gehören auch möglichst kurze Wartezeiten an Ampelanlagen. Wenn keine Straßenbahn komme, dauere die Rotphase an besagter Kreuzung zwischen 50 und 80 Sekunden. Anders, wenn sich die OEG nähert. „Bahneingriff“ nennt das der Kreis im Fachjargon. „Bei Bahneingriff schließen die Schranken am entsprechenden Bahnübergang sehr früh. Deshalb entstehen Wartezeiten für den Linksabbieger, bei einer ungünstigen Konstellation – beispielsweise Zug und Folgezug – von bis zu acht Minuten“, heißt es aus dem Landratsamt. Der Ball ist nun also weitergespielt an die RNV. Auch dort hat unsere Redaktion nachgefragt – und wurde erst einmal vertröstet. Man müsse nachforschen, wer zuständig ist, heißt es aus der Pressestelle. vmr