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Langweilige Komödie mit totgerittenen Witzen

Archivartikel

„Bullyparade – Der Film“: Alte Sketche und Gags

Wie oft kann man denselben Witz erzählen, bis keiner mehr lacht? Wenn er gut ist, der Witz, dann ziemlich oft. Michael „Bully“ Herbig hat das mit seiner „Bullyparade“ bewiesen. Von 1997 bis 2002 machte er erfolgreich die immergleichen Späße, leicht variiert, aber im Kern doch stets ähnlich.

Einige brachte er später auf die Leinwand, wandelte 90-Sekunden-Sketche in abendfüllende Filme um. Auch das funktionierte prächtig, beim „Schuh des Manitu“ (2001) und bei „(T)Raumschiff Surprise“ (2004). Zum Jubiläum seiner ProSieben-Show klopft Herbig in „Bullyparade – Der Film“ (2017, erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand) seine Späße erneut auf ihr Kalauerpotenzial ab.

Zwar lösten immer noch knapp zwei Millionen Zuschauer hierfür ein Kinoticket, vom Erfolg eines „Schuh des Manitu“, der elf Millionen in die Kinos lockte, ist das aber weit entfernt. „Bullyparade – Der Film“ wurde eine Art Zwitterwesen aus den alten Sketchen und den Erfolgsfilmen: fünf Episoden, alle zwischen zehn und 30 Minuten lang. Insgesamt ist der „Bullyparade“-Film kaum mehr als eine Nummernrevue mit viel zu wenigen Lachern. Daran ändern auch zahlreiche Promi-Gastauftritte nichts. tsch