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Literatur Dominique Horwitz schreibt Liebeskomödie

Leicht und bekömmlich

Archivartikel

Wenn Dominique Horwitz Lieder von Jacques Brel singt, schmilzt manches Hörer-Herz vor Leidenschaft dahin. So ähnlich – nur mit Literatur – war es wohl auch gedacht für den neuen Roman des 60-jährigen Schauspielers und Sängers.

Dominique Horwitz, geboren 1957 in Paris, erzählt zum zweiten Mal aus seiner Wahlheimat, aus der Region um Weimar: Wie im Debüt-Roman („Tod in Weimar“) dreht sich auch in „Chanson d’Amour“ vieles um den etwas schrulligen Kutscher Roman Kaminski. Außerdem um dessen Frau, die tatkräftige Wirtin Laura, deren gemeinsame Adoptivtochter Chantal, einen Zeitungschefredakteur samt Frau und um einen neu in die Stadt gekommenen Theaterintendanten.

Vorhersehbare Handlung

Diesmal hat Horwitz keinen Krimi verfasst, sondern eine Liebeskomödie – so nennt es der Verlag. Echte Fans des Künstlers mögen die Geschichten über Ehekrisen, Affären und den Neustart der großen Gefühle verschlingen. Andere Leser und Leserinnen dagegen dürften sich an teils klischeehaften Sprachbildern und Figuren stoßen – sowie an leicht vorhersehbaren Handlungssträngen (Dominique Horwitz: „Chanson d’Amour“. Knaus Verlag, München, 336 Seiten, 20 Euro). dpa