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Viernheim Neues Papageienhaus im Vogelpark mit großem Fest eingeweiht / Verein würdigt Engagement von Helfern und Spendern

Maurerkellen als Dankeschön

„Das hat eine Menge Schweiß und noch mehr Nerven gekostet“, sagt Dirk Faltermann und zeigt auf das neue Papageienhaus mit den Außenvolieren. Der Vorsitzende des Vereins Vogelpark gibt zu: „Wenn wir vorher gewusst hätten, was da auf uns zukommt, hätten wir es uns vielleicht noch einmal überlegt.“ Nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit wird das Papageienhaus offiziell eröffnet. Der Verein Vogelpark schließt die Mammutaufgabe mit einem großen Fest ab – es gibt „Weck, Worscht und Woi“ für alle Helfer und Spender.

Die Bereitschaft der Bevölkerung, das Vorhaben finanziell zu unterstützen, loben auch die Ehrengäste in ihren Grußworten. „Es braucht diejenigen, die die Idee ehrenamtlich umsetzen, und diejenigen, die mit Geldspenden oder ideell unterstützen“, betont Bürgermeister Matthias Baaß. Der Vogelpark habe sich auf die Hilfe der Zivilgesellschaft verlassen können. „Es ist beachtlich, was Sie sich haben einfallen lassen“, lobt Landrat Christian Engelhardt den Ideenreichtum des Vereins, um Spender zu mobilisieren. Er hofft, dass diese Unterstützung weiterhin anhält. „Der Vogelpark macht Natur erlebbar“, betont Engelhardt, der sich insbesondere von dem Nachzuchtprogramm und der Zooschule begeistert zeigt.

Deutlicher Kostenanstieg

„Viele sehen einen Vogel im Wald und wissen gar nicht, was es für einer ist“, sagt Michael Meister und würdigt das pädagogische Angebot. Auch der Bundestagsabgeordnete gratuliert dem Vogelpark zum Abschluss des Bauprojekts. Meister bedankt sich aber nicht nur für den Einsatz beim Papageienhaus. „Der Vogelpark ist seit über fünf Jahrzehnten ein Anziehungspunkt, weil täglich mindestens eine Person hier ist, die nach den Tieren und der Anlage schaut“, sagt der Bundespolitiker. Weitere Glückwünsche überbringen Herbert Geitner, Landesverbandsvorsitzender des Verbands Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelschützer, und Michael Lautenschläger vom Verband der gemeinnützigen Vogel- und Tierparks. In den Reigen der Spender reiht sich am Ende auch die Bürgerstiftung ein. „Wir durften den Rohbau anschauen und waren so beeindruckt von diesem Projekt“, begründet Anja Kirchner die Unterstützung.

Mit dem Spendenkuvert in der Hand erinnert Dirk Faltermann an die Entstehungsgeschichte des Papageienhauses. Der Vereinsvorsitzende räumt ein: „Wir haben uns da personell übernommen, schließlich musste auch der normale Betrieb weitergehen.“ Einige Arbeiten seien daher vergeben und doch nicht in Eigenleistung erbracht worden. Das ließ die Kosten in die Höhe schnellen. Statt der ursprünglich veranschlagten 60 000 Euro ist der Verein – auch wegen der Entscheidung für hochwertigere Ausführungen – schließlich bei einer Bausumme von 103 000 Euro gelandet. „78 000 Euro haben wir über Spenden und Nachlässe der Handwerker bekommen“, erklärt Faltermann. Er bedankt sich bei allen Förderern, ob für Cent-Beträgen oder fünfstellige Spendensummen, und den Firmen, die zu Sonderkonditionen am Bau halfen. Das aufgenommene Darlehen über die fehlende Summe sei schon zur Hälfte getilgt.

Den größten Einsatz hätten aber die Helfer am Bau gezeigt, so Faltermann, allen voran der „Bauleiter“ Thomas Reinhardt. Der Zweite Vorsitzende des Vogelpark-Vereins bekommt wie Thomas Will, Olaf Gambke, Christian Metzger, Christian Baron, Sebastian Dietz und Hubert Mandel eine Maurerkelle mit Gravur als Erinnerung an das persönliche Engagement beim Projekt Papageienhaus.