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Roman David Foenkinos schreibt über Beatles-Sänger

Mit Lennon auf der Couch

David Foenkinos hat die Beatles nicht mehr bewusst erlebt. Als John Lennon starb, war er gerade einmal sechs Jahre alt. Und doch wurde er ein leidenschaftlicher Beatles-Fan mit einer Vorliebe für den ebenso schwierigen wie charismatischen John Lennon. Jetzt hat der französische Starautor („Nathalie küsst“) sein Idol in den Mittelpunkt seiner Romanbiografie „Lennon“ gestellt. Dabei greift Foenkinos zu einem Kniff: Er legt seinen Helden einfach auf die Couch. In einer Reihe von Therapiesitzungen lässt er Lennon sein wildes Leben Revue passieren: seine schwierige Kindheit in Liverpool, die Begegnung mit Paul McCartney, die ersten Erfolge in Hamburg, schließlich der Wahnsinn der Beatlemania. Lennon, der anders als Paul nie Schwiegermutters Liebling war, zeigt sich in seiner Selbstbeschreibung oft als größenwahnsinniger Egomane, auch als drogensüchtiges Arschloch, der Frau und Kind vernachlässigte, dann wieder als verletztes Wesen und manisch Suchender. Immer jedenfalls ist der Leser ganz nah dran an dem Menschen Lennon (David Foenkinos: „Lennon“. DVA, München. 224 Seiten, 20 Euro).