Startseite Fallback für unzugeordnet und Altdaten bzw Archiv

SC Olympia Neulußheim Nach dem Abstieg aus der Kreisliga hat Trainer Michael Graf quasi den Neubeginn ausgerufen

Mit Mittelmaß nicht zufrieden

Ende März hatte Michael Graf den SC Olympia Neulußheim in der Kreisliga von Ex-Trainer Marco Flick übernommen. Die Hoffnungen, dass ein Mann mit Stallgeruch die Wende herbeiführen und den Club zum Klassenerhalt führen würde, waren groß. Auch Graf selbst strotzte vor Engagement und wollte in seinem Team die spielerischen Elemente wiederbeleben.

Zudem setzte er eine Duftmarke, indem er die im heutigen Kreisfußball teilweise horrenden Spielerprämien öffentlich kritisierte. Das Einzige, was in der Rückrunde beim Sport-Club jedoch dann Konstanz hatte, war die Inkonstanz. Innerhalb einer Woche wurden beispielsweise den Spitzenclubs SpVgg Wallstadt (2:1) und Germania Friedrichsfeld (3:3) Punkte abgetrotzt, aus einem Sechs-Punkte-Spiel gegen die DJK Fortuna Edingen-Neckarhausen sprang jedoch nur ein Zähler heraus (0:0). Somit ging es am Ende zurück in die A-Klasse, wobei Graf jetzt einen kleinen Neustart ausübte.

„Mein erster Eindruck ist positiv. Wir haben viel Qualität in der Mannschaft, aber auch noch etwas Arbeit vor uns“, befindet Graf, dass sich die Mechanismen nicht von heute auf morgen einstellen. Letztlich will er sich aber mit seinem Team wegbewegen vom rückwärtsgerichteten hin zum selbstbestimmenden und dominanten Fußball. „Wir wollen viel auf Ballbesitz spielen. Anders als in der letzten Saison, wo wir auch die Spieler nicht dazu hatten, wollen wir den Gegner laufen lassen“, kündigt Graf eine offensivfreudige Neulußheimer Elf an. „Auch im letzten Drittel müssen wir uns steigern und die Angriffe besser zu Ende spielen.“ Zwölf neue Spieler stehen Graf für die neue Saison zur Verfügung, ein großer Teil entstammt dem Pool von Sascha Dörrmann, der in der B-Klasse mit der zweiten Mannschaft hervorragende Aufbauarbeit geleistet hat.

Oben angreifen

Doch auch die externen Neuerwerbungen passen scheinbar optimal in das neue Olympia-Kollektiv. „Mit Drechsler, Bauer und Rostohar konnten wir drei sehr gute, junge Spieler an Land ziehen, die wir noch weiter entwickeln wollen und die uns sicher mit der Zeit verstärken werden“, hofft Graf. „Und mit Daniel Graf holen wir keinen Unbekannten zurück nach Neulußheim. Über seine Qualitäten brauchen wir uns keine Gedanken machen.“ Somit ist klar: Mit Mittelmaß will sich der 35-Jährige nicht zufrieden geben: „Als Absteiger willst du immer wieder oben angreifen. Das ist auch unser Ziel.“