Startseite Fallback für unzugeordnet und Altdaten bzw Archiv

FV 08 Hockenheim Der Tabellensiebte der Vorsaison will mit Tempofußball zum Erfolg kommen und die Chancenverwertung verbessern / Sechs Neuzugänge integriert

Muth wünscht sich „mehr Torgeilheit“

Die jüngste Fußball-Weltmeisterschaft dürfte ganz nach dem Geschmack von Manuel Muth, Trainer des FV 08 Hockenheim, gewesen sein. Weniger wegen des sportlichen Abschneidens eines persönlichen Favoriten, als vielmehr aufgrund des neuerdings siegbringenden Spielsystems. „Es hat sich schon in den letzten ein, zwei Jahren herauskristallisiert, dass es weg vom Besitzfußball und hin zum Tempofußball geht“, bestätigt er. Kaum eine andere Mannschaft in der Kreisliga brachte dieses Umschaltspiel und die Tempoverlagerungen auf die Außenpositionen so geschickt schon zur Umsetzung wie die Rennstädter. Was fehlte, war oft nur der Torerfolg. „Das Problem war die Chancenverwertung. Ich wünsche mir von den Spielern in den Offensivpositionen mehr Torgeilheit“, so Muth.

Bislang war die Torgefährlichkeit des FV 08 mit Tobias Hirsch (17 Treffer) an hauptsächlich einer Person festgemacht. War er ausgeschalten, war es aus mit der Hockenheimer Torherrlichkeit. „Wir hatten als Aufsteiger die zweitstärkste Defensive, das war schon herausragend. Allerdings musst du dich dann vorne auch dafür belohnen“, findet Muth. „Wir dürfen nicht mehr so ausrechenbar sein auf ein oder zwei Spieler.“

Gutes Testspiel

Vom bisher Gesehenen auf dem Trainingsplatz und Spielfeld war Muth sehr angetan. Insbesondere das 4:0 gegen den VfR Mannheim II, einem Anwärter auf den Kreisliga-Aufstieg, imponierte den 38-Jährigen. „Das war sehr überzeugend“, so Muth. „Es hat mich gefreut, dass wir nach der ersten Trainingswoche schon sehr weit waren. Das zeigt, dass viele auch in der Pause etwas gemacht haben.“

Wo der Weg denn hingeht, da will sich Muth derzeit noch nicht festlegen. „Wir sind als Aufsteiger Siebter geworden. Ich möchte schon gerne den einen oder anderen Platz vorrutschen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Was mehr ist, hängt von den anderen Mannschaften ab, die ich noch nicht einschätzen kann“, erklärt der Trainer.

Sechs neue Spieler hatte Muth in der Vorbereitung zu integrieren, insbesondere von dem 19-Jährigen Benjamin Marx, der vom Absteiger SC Olympia Neulußheim kam, verspricht sich Muth sehr viel. „Alle müssen sich erst einmal an das neue Spielsystem gewöhnen“, gewährte er seiner Mannschaft allerdings noch Zeit. Von seinem Tempofußball will er aber keinesfalls abrücken. In Russland hat dieses jedenfalls zu einem Titelgewinn verholfen.