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Neuer Anfang unter dem Dach des KMB

Archivartikel

Bauhof Lautertal wird 15 Monate nach dem Spatenstich am Sonntag offiziell eingeweiht

Es war eine gute Entscheidung für die Gemeinde und vor allem für die Mitarbeiter des Lautertaler Bauhofs, als vor knapp drei Jahren die Übertragung des gemeindeeigenen Bauhofs auf den Zweckverband KMB einstimmig beschlossen worden war.

Das hatte Vorarbeiter Karl Schmidt auch vor über einem Jahr beim symbolischen Spatenstich für den Lautertaler Bauhof bemerkt. Er sprach von einem „ganz anderen Arbeiten“ und meinte dabei die vielen positiven Synergieeffekte, die sich durch die 2016 begonnene Umstrukturierung ergeben hat.

Das hat sich im ersten Jahr bereits durch die Modernisierung des Fuhrparks gezeigt und jetzt stehen den Mitarbeitern neben dem modernisierten Arbeitsmaterial auch neue und damit deutlich verbesserte Arbeitsräume zur Verfügung. Wer den alten Bauhof gekannt hat und jetzt die neue Gebäudesituation sieht, weiß, dass Welten zwischen alt und neu liegen.

Hier zeigt sich der Sinn interkommunaler Zusammenarbeit, denn eine Modernisierung ihres Bauhofes hätte die Gemeinde Lautertal vor ihrem finanziellen Hintergrund nicht stemmen können.

Projektiert war der neue Bauhof mit einem finanziellen Aufwand von 1,07 Millionen Euro. Kurz vor der Endabrechnung liegen die Kosten bei rund 1,44 Millionen Euro.

Für die Kostensteigerung gibt es einen guten Grund. Nach den Abbrucharbeiten wurde beim Erdaushub belastetes Erdmaterial entdeckt, das aufwendig untersucht und entsorgt werden musste. Allein dafür fielen 250 000 Euro zusätzlich an. Aufgrund dieser umfangreichen Erdarbeiten hat sich der KMB für die komplette Erneuerung des Hofes entschieden, was vorher nicht vorgesehen war. Der Hof ist jetzt asphaltiert, die Parkplätze sind gepflastert, und das eingezäunte Gelände wurde punktuell bepflanzt.

Anstelle des früheren Wohnhauses und der Salzhalle wurde ein neues Hauptgebäude mit Fahrzeughalle errichtet. Hier sind die Sozialräume und das Büro von Bauhofleiter Karl Schmidt untergebracht. Die Fahrzeughalle ist in einen beheizbaren und einen kalten Bereich aufgeteilt. Das ist für den Winterdienst von Vorteil, wenn die abgestellten Fahrzeuge bei Minustemperaturen am frühen Morgen gleich einsetzbar sind.

Im zweiten Bauabschnitt wurde auf dem Platz der früheren Sozialräume eine weitere offene Fahrzeughalle errichtet. Hier können die Autos auch gewaschen werden, und es gibt einen Ölabscheider. Anstelle der abgebrochenen Salzhalle wurde im Hof ein Streusalz-Silo aufgestellt, der in etwa die gleiche Menge an Streusalz fasst. Zur Beladung muss lediglich mit dem Unimog unter das Silo gefahren werden.

Der Betrieb des Bauhofs hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren jährlich rund 920 000 Euro gekostet. Laut der im Vorfeld der Eingliederung aufgestellten Konzeption hatte der KMB inklusive der Baufinanzierung jährliche Folgekosten in Höhe von etwas über 975 000 Euro prognostiziert. 2016 lag das Jahresergebnis bei 933 000 Euro, im vergangenen Jahr waren es 996 000 Euro inklusive der Tarifsteigerungen.

Insgesamt kann die Zusammenlegung als positive Wende verstanden werden, denn die Mitarbeiter verfügen jetzt über einen adäquaten, modernen Arbeitsplatz und modernes, leistungsfähiges Arbeitsgerät. Überdies ermöglicht der KMB die Nutzung von kostenintensiven Großfahrzeugen sowie im Bedarfsfall den Rückgriff auf personelle Ressourcen des Zweckverbandes. Das alles hat letztlich auch zur einer Produktivitätssteigerung von 18 Prozent geführt. js