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Viernheim 4nheimer Stadtfest in der City bleibt vom großen Unwetter verschont / Tim Kahnert benötigt vier Schläge beim Fassbieranstich

Neuling besteht die Bewährungsprobe

Blitz, Donner, Regen können die Viernheimer nicht stoppen: Auch die vierte Auflage des 4nheimer Stadtfestes ist ein Erfolg, die Innenstadt ist an drei Tagen der große Anziehungspunkt in Viernheim. Nur ein paar Schauer am Samstagabend, ein paar Blitze und leichtes Donnergrollen müssen die Viernheimer aushalten. „Wir haben echt Glück“ freut sich Organisator Rudolf Haas, dass das Stadtfest vom großen Unwetter verschont bleibt.

Bei der offiziellen Eröffnung rechnet noch keiner mit dem Gewitter. Bürgermeister Matthias Baaß begrüßt die Gäste bei strahlendem Sonnenschein zum „Fest der Generationen“ und dankt allen Helfern der Vereine, den Hilfs- und Rettungsdiensten und den Sponsoren: „Allein mit dem städtischen Etat wäre das nicht zu machen.“

Für den Fassbieranstich hat sich der Bürgermeister diesmal eine Vertretung gesucht – nicht nur für sich, sondern stellvertretend für die Viernheimer Vereinswelt. Torwart Tim Kahnert von den Fußballherren des TSV Amicitia darf den Zapfhahn ins Bierfass schlagen, und der Bürgermeister erklärt, warum: „Die Mannschaft spielt zum Großteil seit dem Bambini-Alter zusammen, die meisten haben niemals den Verein gewechselt. Das ist ein großes Bekenntnis zum Verein, aber auch zu Viernheim“ freut er sich über die Identifikation der jungen Kicker mit ihrer Heimatstadt. Eichbaum-Geschäftsführer Jochen Keilbach gibt Tipps zum Anstich, vier Schläge braucht der Keeper, dann läuft das Bier in die Krüge - und das 4nheimer Stadtfest ist offiziell eröffnet. Doch kaum ist das Freibier ausgeschenkt, zieht das Unwetter auf. „Solange es nicht regnet“, trösten sich die Besucher und sind noch zuversichtlich. Aber dann tröpfelt es doch… Die Stadtfest-Gäste drängen sich in die Zelte und unter die Schirme, die ja eigentlich die Sonne abhalten sollen.

Gemütlichkeit unterm Schirm

Mitunter fühlt es sich an wie früher beim Innenstadtfest, als es in der City kein Durchkommen gab. „Das haben wir mit dem neuen Konzept ja entzerrt, die Besucher verteilen sich auf den fünf Plätzen“, weiß Rudolf Haas. Und der Stimmung tut es wirklich keinen Abbruch, wenn der Regenschirm aufgespannt wird. Auf allen fünf Festplätzen sitzen und stehen die Besucher, genießen die kühlen Getränke, stärken sich an den kulinarischen Köstlichkeiten und genießen das Livemusikprogramm.

Noch völlig vom Regen verschont bleibt der heiße Auftakt am Freitagabend. An der „längsten Theke Viernheims“ auf dem Rathausparkplatz sind gleich mehrere Vereine und Gruppierungen im Einsatz, um das junge Publikum mit Getränken zu versorgen - das inzwischen eingespielte Team ist an den einheitlichen gelben „Superhelfer“-Shirts gut zu erkennen. Auch an den anderen Plätzen sorgen die Viernheimer Vereine, teilweise in Kooperationen, für die Bewirtung. „Das klappt hervorragend bei uns“, berichtet Rüdiger Trobisch zwischen Weizenbier und Weinschorle, dass die Zusammenarbeit von „Musik hoch 3“ mit Herolde, Stadtorchester und Feuerwehr-Kapelle nicht nur musikalisch funktioniert. Neulinge beim Stadtfest sind die Leichtathleten des TSV Amicitia, die im Pfarrgarten den Durst der Mittelalterfans stillen. „Es macht richtig Spaß, dabei zu sein“, meint Abteilungsleiter Günter Schramm.

Erfahren beim 4nheimer Stadtfest ist die Arbeitsgemeinschaft der Viernheimer Chöre. MGV 1846, Sänger-Einheit und Liederkranz bewirtschaften gemeinsam Essenszelt, Weinstand und Getränkegondel. Und das läuft problemlos, wie der Liederkranz-Vorsitzender Werner Sindermann bestätigt: „Zusammen singen haben wir noch nicht hingekriegt, aber schaffen können wir wunderbar.“