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Nur das Wetter muss passen

Archivartikel

Freizeittipp: Verkehrsverein, Winzer und Geschichtsverein organisieren Fest für ganze Familie

Zwingenberg.In der Wiederholung liegt bekanntermaßen die Kraft. Und Bürgermeister Holger Habich wiederholt sich gerne. Zumindest in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Verkehrsvereins und mit Blick auf das Weinfest: „Wenn das Wetter beim Pressegespräch gut ist, dann wird auch das Wetter an Pfingsten gut.“ Ein Satz, den er jedes Jahr aufs Neue formuliert.

Sollte die Prognose des ranghöchsten Wetterfroschs im ältesten Bergstraßenstädtchen tatsächlich auch 2018 wieder zutreffend sein, dann findet das 28. Zwingenberger Weinfest in Verbindung mit dem Bauern- und Handwerkermarkt bei besten klimatischen Bedingungen statt. Denn:

Das Pressegespräch am Marktplatzbrunnen erfolgte bei wärmendem Sonnenschein, strahlend blauem Himmel und völlig niederschlagsfrei. Sowohl die beteiligten Weinbaubetriebe unter der Regie des Zwingenberger Verkehrsvereins als auch der Geschichtsverein setzen dabei jeweils auf ein bewährtes Programm, Neuerungen gibt es nicht wirklich – aber gerade in dieser Verlässlichkeit liegt die Attraktivität: Das Weinfest soll einmal mehr zu einem „ungezwungenen Treffen“ werden und „den Weinfreunden Spaß machen“, so Habich, der Bauern- und Handwerkermarkt soll zum Flanieren einladen.

Das können die Zwingenberger und ihre Gäste in diesem Jahr übrigens auf einer verlängerten „Flaniermeile“ tun – sozusagen der einzigen Neuerung des Programms: Das Marktgeschehen spielt sich nicht nur auf dem Rathaushof, im nördlichen Stadtpark und auf der Scheuergasse sowie im dort gelegenen Heimatmuseum ab, sondern wird nach Westen auf die Park & Ride-Anlage des ehemaligen Güterbahnhofgeländes erweitert. Statt 92 Stände, wie im vergangenen Jahr, hat Geschichtsvereinsvorsitzende Ingrid Krimmelbein dieses Mal über 100 Marktbeschicker – vor allem Kunsthandwerker – am Start.

Das Weinfest wiederum bleibt am angestammten Ort, nämlich ausschließlich auf den Marktplatz, beschränkt. Vor der Fachwerkkulisse und rund um den Brunnen bauen die Winzer ihre Stände sowie gut beschirmten Sitzgelegenheiten auf und schenken vor allem Weine, Perlweine und Sekte aus den Jahrgängen 2016 und 2017 aus, während auf der Bühne auf der Westseite des Platzes unterschiedliche Formationen für die musikalische Gestaltung sorgen.

Mit von der Partie ist das örtliche Weingut Gärtner (Weinschänke Rebenhof), für das Tochter Petra Schreiber vor allem Rebensäfte aus 2017 ankündigt. Darunter Weine mit Restsüße sowie besonders magenfreundliche. Und auch an die „jüngere Generation“ sei gedacht, verspricht die ehemalige Deutsche Weinkönigin Cocktails auf Weinbasis. Als deftige Grundlage gibt’s Leberknödel auf Rieslingkraut, Fleischkäsbrötchen, Pellkartoffel und Lachs sowie Spundekäs’.

Zum traditionellen Flammkuchen serviert das Weingut Simon-Bürkle vor allem 2017er Weine, und davon ein „breites Spektrum“, so Winzer Johannes Bürkle: „Das Weinfest ist eine gute Gelegenheit, um auch mal Weine zu probieren, die man sonst nicht so kennt.“ Dazu bietet auch der Stand des Weinbauverbands Hessische Bergstraße eine gute Gelegenheit, für den Christina Koob „ein Weinprogramm quer durchs gesamte Anbaugebiet“ ankündigte. „Bei uns ist fast jeder Winzer vertreten“, und auf der Speisenkarte steht Pizza.

Als einziger Bio-Winzer tritt erneut Gerold Hartmann von Feligreno an, der zwar „kein breites Spektrum“ bietet, aber ausschließlich Trauben verarbeitet, die am „Zwingenberger Hausberg“ in der Lage Alte Burg gelesen wurden: Wahlweise Riesling, Grauburgunder oder Regent füllt er in die Gläser der Weinfestbesucher. Die badische Verwandtschaft lässt er „handgeschnitzte“ Maultaschen nach Zwingenberg importieren, dazu gibt’s Kartoffelsalat. Ebenfalls als Grundlage gedacht: ein Linsengemüse sowie ein Rieslingsüppchen mit Weinbergkräutern.

Und Klaus Knapp schenkt als Repräsentant der Bergsträßer Winzer eG deren umfangreiche Produktpalette aus. Neben klassischen Rebsorten- und Lagenweinen sind das Kabinett- und Spätlesen, Primaseccos und ein extra-trockener Riesling-Jahrgangssekt. Und wer’s besonders fruchtig mag, der bekommt zu Steaks und Spare-Ribs vom Holzkohlegrill mit Pommes eine leckere Erdbeerbowle serviert. mik