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Ortsverein stemmt ein Millionenprojekt

Archivartikel

DRK Bensheim: Standort wurde von der Rodensteinstraße in die Weststadt verlegt

Bensheim.Wenn das DRK Bensheim am Sonntag, 30. September, zusammen mit geladenen Gästen seine neue Unterkunft an der Rheinstraße offiziell eröffnen wird, dürfte sich vor allem die Vorsitzende der Ortsvereinigung, Doris Bodemann, auf etwas ruhigere Zeiten freuen.

Zwar ist das Neubauprojekt auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände dann so gut wie abgeschlossen, aber bis die Ortsvereinigung komplett umgezogen ist, wird es noch etwas dauern. Bis zum Jahresende muss der bisherige Standort an der Rodensteinstraße geräumt sein, denn dann will der Caritasverband Darmstadt als neuer Eigentümer aktiv werden und hier das geplante neue Seniorenzentrum in Angriff nehmen. Baubeginn soll im Herbst 2019 sein.

Doris Bodemann und ihre Vorstandskollegen können jetzt aber wieder durchatmen, nachdem sie das Neubauprojekt in den vergangenen zwei Jahren intensiv beschäftigt hat.

Denn in der Vorbereitungsphase hatte es einige Hürden gegeben, wobei die plötzlich aufgetretene Finanzierungslücke fast das Aus bedeutet hatte.

Anders als zu erwarten war, wurde für den Neubau eine Pfahlgründung erforderlich, doch das eng gestrickte Finanzierungskonzept mit einem Volumen von 1,4 Millionen Euro bot keine Möglichkeit, die dafür anfallenden Mehrkosten von 130.000 Euro zu decken.

Am Ende kam Hilfe von der Stadt, die weitere 82.000 Euro zur Verfügung stellte und die restlichen 50.000 Euro übernahm Mäzen Werner Schilling mit seiner Spende.

Der Startschuss für das Neubauprojekt viel schließlich im vergangenen Juli mit dem Spatenstich auf dem Gelände in der Weststadt. Bis die Bauarbeiten dann tatsächlich begannen, dauerte es noch etwas, doch nach etwa einem Jahr steht der neue Gebäudekomplex und erscheint deutlich größer als die Unterkunft. Doch das täuscht, denn mit einer bebauten Fläche von rund 1500 Quadratmeter (insgesamt hat das Areal 3700 qm) steht nahezu der gleiche Platz wie an der Rodensteinstraße zur Verfügung. Dort waren die Flächen aber verschachtelter und auch auf zwei Ebenen verteilt.

Der L-förmige Neubau teilt sich in die 835 Quadratmeter große Fahrzeughalle und den Verwaltungstrakt (ca. 660 qm) auf, der zwei Zugänge hat. Der vorne gelegene Eingang führt zur DRK-Kleiderkammer und zum Pro-Vita-Kleiderstübchen, der hintere Eingang zu den Sozial- und Büroräumen des DRK.

In diesem Trakt sind auch der große Lehrsaal, Küche, Sanitär- und Lagerräume sowie ein kleinerer Raum für beispielsweise Vorstandssitzungen oder andere Zusammenkünfte.

Begeistert ist Doris Bodemann von dem gerade in der Endphase gezeigten Wir-Gefühl: „Es ist einfach toll, was alles geschafft wird, weil jeder mit anpackt.“ js