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Geschäftsleben Decathlon erzeugt Sonnenstrom für die Logistik

Solaranlage aufs Dach gebaut

Archivartikel

Schwetzingen.Nachhaltigkeit wird bei Decathlon nach eigenen Angaben groß geschrieben. Seit wenigen Tagen wird das 40 000 Quadratmeter große Logistikzentrum des Sportartikelherstellers in Schwetzingen mit regenerativem Strom vom Dach des Gebäudes betrieben. Hier werden rund 750 000 Kilowattstunden im Jahr produziert, welche für die schnellstmögliche Bearbeitung der Lieferungen sowie für den Betrieb der Filiale verwendet werden.

„Wir nutzen die selbst erzeugte Energie für unsere teilautomatisierten Hochregallager, für PC-Arbeitsplätze, Beleuchtung und um unsere Elektro-Gabelstapler aufzuladen“, sagt Projektleiter Recep Sari.

Im größten Logistikzentrum des Unternehmens in Deutschland arbeiten 750 Mitarbeiter. Diese bedienen die Logistik für das gesamte Sortiment, rund 35 000 verschiedene Artikel für fast 100 verschiedene Sportarten. Beliefert werden von hier aus der Großteil der 52 Filialen in Deutschland sowie einige Filialen in den Niederlanden und der Schweiz. Außerdem erhalten auch alle deutschen Online-Kunden ihre Pakete aus Schwetzingen.

Rund 350 000 Kilowattstunden des erzeugten Stroms verbraucht Decathlon selbst. Die restlichen etwa 400 000 Kilowattstunden werden ins öffentliche Netz eingespeist. Durchschnittlich 11 Cent pro Einheit werden hier für die nächsten 20 Jahre vom Versorger vergütet.

Das lohnt sich auch wirtschaftlich

„Wirtschaftlich lohnen sich solche Anlagen für den Kunden auf jeden Fall“, konstatiert Björn Lamprecht, der das Projekt für Goldbeck Solar realisiert hat. Zwischen sechs und zehn Jahren dauert die Amortisierung, danach erwirtschaftet die Dachanlage nur noch Gewinn. Lamprecht: „Schön ist auch, dass sich Besitzer einer PV-Anlage vom Angebot der Energieversorger unabhängig machen.

Ein weiteres Kriterium, warum sich Decathlon und andere für ein Sonnenkraftwerk entscheiden ist die Planbarkeit bei den Stromkosten.“ Rund 80 Solar-Dächer deckt das Solarunternehmen in Deutschland pro Jahr. Der hier erzeugte Strom kostet zwischen vier und acht Cent. Im Gegensatz zu den oftmals 18 Cent, die beim Stromversorger fällig werden. „Verschiedene Bausteine machen bei uns Verantwortung aus. Der Schutz der Umwelt ist ein Teil davon“, sagt Sari. zg