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Spvgg 06 Ketsch II Abstieg ist nur als Plan B vorgesehen

Spaßfußball beim Abenteuer

Die Spvgg 06 Ketsch II feierte den größten Erfolg ihres Bestehens. Mit dem 4:3 bei der TSG Eintracht Plankstadt II am letzten Spieltag der vergangenen Saison erreichte die Elf von Trainer Johann Strunk die Meisterschaft und damit den Direktaufstieg in die Kreisliga. Damit betritt die Ketscher Reserve Neuland und dürfte als größter Außenseiter der letzten Jahre ins Rennen gehen.

„Wir werden nur auf uns schauen. Wir werden auch Spiele gewinnen und sind immer für Überraschungen gut“, fühlt sich Strunk in der Rolle als Oberhaupt des kleinen gallischen Dorfes sehr wohl. Die verschworene Gemeinschaft, das Auftreten als Einheit waren der Garant für den Aufstieg und sollen konserviert für weitere neun Monate werden, um als Basis für den Klassenerhalt zu dienen. „Es zählt nichts anderes“, betont Strunk.

Arbeitsweise kaum verändert

An seiner Arbeitsweise hat er trotz des Liga-Sprungs nach oben kaum etwas verändert. „Wir laufen jetzt in der Vorbereitung und im Training nicht mehr als vorher auch. Man hat in der letzten Saison in den Spielen gesehen, dass wir hinten raus immer noch mal nachlegen konnten“, so Strunk. Somit liegt das Hauptaugenmerk auf den spielerischen Elementen, der Spaßfußball soll auch weiter bei der Ketscher „Zweiten“ zelebriert werden. Wichtig dabei ist, das Gefühl der errungenen Meisterschaft so weit wie möglich in die neue Spielzeit zu transportieren.

„Die Jungs sind mit großer Euphorie dabei. Trotzdem weiß jeder, um was es jetzt geht“, sieht Strunk bei aller Spielfreude auch die Ernsthaftigkeit in seinem Team vertreten. „Alle sind gewillt und ehrgeizig, dieses Abenteuer anzugehen. Und genau das ist es auch für uns – ein Abenteuer.“

Von der Offensiv-Power her dürften sich die Ketscher im Mannheimer Fußball-Oberhaus sicherlich nicht verstecken. Auf der anderen Seite kassierte die Mannschaft für einen A-Liga-Meister zu viele Gegentore. „Es geht erst einmal darum, die Defensive zu stabilisieren. Wenn man in der Kreisliga hinten liegt, wird es schwer, das zu egalisieren“, erwartet Strunk.

Dennoch ist man optimistisch in der Enderle-Gemeinde, den Laden in der Kreisliga aufmischen zu können. Sollte es am Ende dann doch nicht reichen, baut man auf das Erlebte. „Diese Erfahrung nimmt uns keiner, und damit würden wir dann in der A-Liga einen neuen Anlauf starten“, blickt Strunk voraus. Doch dieser Fall ist erst als Plan B vorgesehen.