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Weinheim Gemeinderat macht Weg für neuen Investor frei

Stadt verzichtet auf Kauf der Hildebrand’schen Mühle

Nun ist der neue Eigentümer in der Pflicht: Am Mittwoch Abend hat der Weinheimer Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung den Weg für einen neuen Investor für die Hildebrand’sche Mühle freigemacht. Das Gremium verzichtete mehrheitlich auf Antrag der Stadtverwaltung auf das Vorkaufsrecht, das der Kommune in einem Sanierungsgebiet vorbehalten ist. Darüber hinaus beschloss der Gemeinderat die Erteilung der sanierungsrechtlichen Genehmigung. Einem Kauf des Areals durch einen neuen Investor, der auf die DenkMal AG folgt, steht somit nichts mehr im Wege.

Das Wiesbadener Unternehmen hat sich, wie berichtet, im Oktober aus dem Millionen-Projekt verabschiedet und vor gut drei Wochen einen neuen Käufer präsentiert. Dieser hüllte sich bislang in Schweigen, ein mittlerweile vereinbartes Treffen mit der Verwaltung soll nächste Woche stattfinden.

Die bisherige Planung sah eine Investition von rund 24 Millionen Euro vor, im Mittelpunkt stehen dort die alte Villa und der prägende Siloturm, die beide denkmalgeschützt und in den vergangenen Jahren verfallen sind. Vor allem an der Villa nagt die Witterung, denn seit vergangener Woche wurde dort mit dem Abbau des Wetterschutzes begonnen; dieses Gerüst muss aber nach Einschätzung der denkmalschutzbehörde wieder aufgebaut werden. Auch die für die Erschließung des Geländes benötigte Behelfsbrücke ist weg, seitdem liegt die Baugenehmigung auf Eis.

Vertreter der Verwaltung und der Gemeinderatsfraktionen betonten nach der Entscheidung, dass sie nach wie vor eine Chance für das Entwicklungsareal und für den Erhalt der denkmalgeschützten Villa und des Siloturms sehen. Ob es sich dabei um mehr als nur das Prinzip Hoffnung handelt, darüber soll ein Gespräch mit dem neuen Investor Aufschluss geben. sf