Startseite Fallback für unzugeordnet und Altdaten bzw Archiv

Im Test Der neue Citroën C3 Aircross gefällt mit seinem peppigen Auftreten und seiner Sparsamkeit

Viel Luft auf kleinem Raum

Köln.Es muss nicht unbedingt ein Sportwagen sein, nach dem sich Passanten umdrehen. Es reicht auch eine knuffige Schnauze – wie die des Citroën C3 Aircross. Der kleine Van, der eigentlich ein SUV sein will, trägt einen – für französische Verhältnisse – spektakulären Namen. Der englische Fantasie-Begriff zeigt, dass mit einem Wort viel ausgesagt werden soll. Nämlich: Viel Luft im Inneren trifft auf eine Fahrzeugkategorie, die sich nicht festlegen will. Eine Grenzüberschreitung zwischen peppigem Van und SUV.

Der Aircross ist das Kind aus der Beziehung zwischen dem französischen PSA-Konzern und Opel. Und die C3-Variante hat in Rüsselsheim sogar einen Zwillingsbruder, den Crossland. Wobei schon auf den ersten Blick zu erkennen ist, dass die beiden zweieiig sein müssen, denn von außen unterscheiden sie sich deutlich. Die hohe Haube, die übereinanderliegenden zweireihigen Scheinwerfer, sie zeigen ganz klar: Der C3 gehört zu Citroën. Anders sieht es bei den Motoren aus – hier schnarren und surren die identischen Drei- und Vierzylinder, die Diesel mit SCR-Kat.

Innen geht es im Aircross sehr luftig zu. Das liegt an der üppigen Raumhöhe und den großen Fensterflächen. Wer sich noch das optionale Panorama-Schiebedach (790 Euro) gönnt, kann sich über Helligkeit nicht beschweren. Vier Erwachsene finden im Aircross schön Platz, der Kofferraum schluckt mit dem theoretischen Wert von 410 Litern an Volumen locker das Gepäck für einen Wochenendtrip zu viert. Bei umgeklappten Rücksitzen – die ganze Bank lässt sich auch noch verschieben – bietet sich der Citroën sogar als Umzugshelfer an.

Kein Mensch erwartet von einem Van, dass er mit Sportsgeist durch die Kurven wedelt. Die Ambitionen hat der Aircross auch nicht. Die leichtgängige und damit auch indirekte Lenkung untermalt den Komfortanspruch des C3, den er zumindest auf längeren Distanzen erfüllt. Kurze Wellen hingegen gibt der Aircross direkt an den Rücken weiter.

Es ist zu einer schönen Konsequenz aus Entwicklungen für Luxusfahrzeuge geworden, dass auch die Kleinsten inzwischen die Möglichkeit bieten, Luxus in die Klasse zu holen. Das beginnt bei Helferlein rund um den Komfort und zieht sich zu wichtigen Assistenzsystemen der Sicherheit. Vom schlüssellosen Zugang über einen Totwinkel-Assistent bis hin zu einem System, das Sekundenschlaf verhindern soll, reicht das Angebot beim Aircross.

Auch für leichtes Gelände

Äußerlich macht der C3 auf SUV, leichtes Gelände schafft er mit seiner Traktionskontrolle und der Bergabfahrassistent. Zusätzlich gibt es die fünf Fahrmodi, die ihn unterstützen. Der Top-Diesel mit 120 PS ist ruhig und im Testbetrieb mit unter fünf Litern sparsam. Allerdings wirkt er im Zwischenspurt etwas kraftlos. Dafür pfeift er bei höheren Geschwindigkeiten fröhlich durch die Lüftungsdüsen. 15 000 Euro kostet die Basisversion – wenig Geld für viel Auto.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto

Zum Thema