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Von Italien nach Portugal – einmal über die Straße

Gastronomie: „A Taverna“ bietet Weine, Frühstück und hausgemachte Kuchen / Paulo Ferreira führt auch Eiscafé

Um von Italien nach Portugal zu gelangen, muss ein Reisender rund 1800 Kilometer überwinden. In Hockenheim geht es schneller: einmal über die Karlsruher Straße. Dort gibt es seit 18 Jahren das Eiscafé Italia, und gegenüber hat dessen Inhaber Paulo Ferreira im Dezember „A Taverna“ eröffnet, das den Gast mit einer monumentalen Fotografie der Stadt Porto am Douro-Ufer empfängt.

Der Portugiese Ferreira hat acht Jahre Eiscafé-Erfahrung gesammelt. Was er dort seinen Gästen nicht anbieten kann, nämlich ausgesuchte Weine aus Portugal, Deutschland und Italien sowie eine breite Frühstückspalette, gibt es jetzt im „A Taverna“. Der Gastronom hat lange nach einem geeigneten Lokal gesucht. Dass er gerade auf der anderen Straßenseite fündig wurde, ist für ihn ein Glücksfall. Wo zuvor ein Sonnenstudio für künstliche Bräune sorgte, bietet er jetzt Weine an, die die Sonne eingefangen haben, darunter einen leichten Sommerwein aus Portugal aus dem Fass, den man sonst fast nirgends erhält. Zwei Monate dauerte der Umbau, und nichts an dem Raum mit hoher, unverkleideter Decke, verschieden gestalteten Wänden – teils in Backsteinoptik, teils holzverkleidet – markantem Tresen und modernem Mobiliar erinnert mehr an Sonnenbänke. Neben Frühstück gibt es Snacks wie Bruschetta oder den „Weinteller“ mit gekochtem Schinken, Käse und Oliven.

Mit dem Start im Winter war Paulo Ferreira „super zufrieden“, da es die Gäste nach drinnen zog, wo sie die hausgemachten Kuchen genießen konnten. Jetzt, da es so heiß geworden ist, kommen die Menschen lieber draußen bei seinem Eis (ebenfalls aus eigener Herstellung) zusammen, und er wechselt einfach mit ihnen die Straßenseite und arbeitet im „Italia“ mit.

Zur Fußball-WM laufen in dem 50 Plätze bietenden Café zwei Flachbildschirme. Die haben sich bereits bei der Champions League bewährt. Ferreira denkt auch an Livemusik, und wenn er die richtigen Künstler findet, soll Fado aus seiner Heimat gespielt werden. Mit seinen drei Mitarbeitern ist er täglich außer Montag von 9 bis 23 Uhr für seine Gäste da, Frühstück gibt es bis 13 Uhr. mm