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Im Test Die Mercedes-Benz S-Klasse glänzt mit Luxus und Neuheiten im Bereich von Komfort und Sicherheit.

Wellness beim Fahren

Archivartikel

Stuttgart.Äußerlich sieht man eigentlich nicht viel. Dennoch hat Mercedes-Benz bei der neuen S-Klasse 6500 Bauteile überarbeitet und ausgetauscht. Die Schwaben haben also auf die inneren Werte gesetzt – und auf eine von Grund auf neue Motorenpalette. Mit effizienteren Antrieben und Neuheiten im Bereich Komfort und Sicherheit versucht der deutsche Autobauer den Luxusthron zu verteidigen. Für die exklusive S-Klasse muss von jeher ganz tief in die Geldbörse gegriffen werden – der aktuelle Basispreis liegt bei 85 769 Euro – und dennoch wurden seit 2013 weltweit mehr als 300 000 Modelle verkauft.

Während andernorts – wie beispielsweise in Mannheim – Sterne demontiert werden, prangt das Symbol der Premiummarke auf der Motorhaube des Mercedes-Benz S 400 d nach wie vor. Das Flaggschiff präsentiert sich, wie gesagt, optisch nur leicht verändert mit einer neuen Kühlerverkleidung. In Kombination mit frischen Scheinwerfern besitzt die S-Klasse jetzt drei markante Lichtfackeln. Ebenso neu ist der vordere Stoßfänger mit ausgeprägten Lufteinlässen.

Im Innenraum fallen die beiden neuen Displays mit jeweils 12,3 Zoll Bilddiagonale auf, die sich unter einem gemeinsamen Deckglas als eine Einheit darstellen. Zwei Knöpfe im Lenkrad reagieren auf Wischbewegungen. Der Fahrer kann so das gesamte Infotainment steuern. Wozu sich aber auch das Touchpad in der Mittelkonsole sowie die Sprachsteuerung eignen. Viele edle Materialien unterstreichen den Premiumcharakter der S-Klasse. Vorne sowie hinten lässt es sich bequem bei großzügigen Platzverhältnissen reisen. Wobei sich auch die Rücksitze verstellen lassen.

Beim Dahingleiten kann dann erstmals auch Wellness genossen werden. Die Energizing Komfortsteuerung macht es möglich. Sechs Programme lassen sich auswählen. Beispiel gefällig? Das Programm „Frische“ entführt die Insassen mit grünblauem Licht und einer kühlen, erfrischenden Brise ans Meer. Auch Übungen zur Muskelentspannung und zur Steigerung der Achtsamkeit lassen sich abrufen.

Stabilität in der Kurve

Unter der gestreckten Motorhaube arbeiten wahlweise Diesel mit 286 und 340 PS sowie Benziner mit 367 (plus 22 PS über einen Starter-Generator), 435 (plus 22 PS) und 469 PS. Die Mercedes-Maybach S-Klasse wird je nach Wunsch von Benzinern mit 469 oder 630 PS angetrieben. Auch der Mercedes-AMG S 65 entwickelt 630 PS.

Der gefahrene S 400 d legte den Sprint auf die 100-Kilometer-Marke in 5,4 Sekunden hin. Der Vortrieb endet bei 250 km/h. Die S-Klasse taugt also nicht nur fürs Dahingleiten, sondern auch für die flotten Fahrten. Zumal Bodenunebenheiten vorausschauend per System ausgebügelt werden und die erstmals in der S-Klasse verfügbare Kurvenneigefunktion für Stabilität sorgt. Der Mercedes-Benz S 400 d kostet 90 529 Euro.