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Weinheim Der Verein „Bürger Europas“ prüft mit einer Quiz-Show das Wissen der Schüler in der Hans-Freudenberg-Schule

Wer zuerst drückt, gewinnt und sahnt ab

Wer bei diesem Spiel gewinnen will, muss nicht nur die richtige Antwort wissen, sondern auch schnell sein. Die Schüler des Technischen Gymnasiums der Hans-Freudenberg-Schule glänzen beim Europa-Quiz „Wer wird Europameister?“ mit Wissen und sahnen Preise ab. Oliver Krenz vom Verein „Bürger Europas“ reiste aus Berlin an, und bringt seine interaktive Quizshow an die Berufsschule. „Thematisch passt das gerade super zum Unterrichtsstoff“, sagen die Geschichte- und Gemeinschaftskundelehrerinnen Melanie Thun und Stefanie Gordt.

Krenz ist studierter Politologe und hat es sich auf die Fahne geschrieben, „die Europäische Sache voranzutreiben“. Wie man mit einem kurzweiligen Programm an Schulen gewieft die Brücke zu den Schülern schlagen kann, zeigt er mit seiner Quizshow. Die große Besonderheit: jeder Kandidat erhält ein elektronisches Abstimmgerät, mit dem die richtige Antwort eingewählt wird. Auf einem großen Bildschirm zeigt Krenz dann Fragen aus verschiedensten Rubriken. Sobald der Countdown beginnt, dürfen die Schüler zwischen den drei möglichen Lösungen wählen. Wer die richtige Antwort zuerst einwählt, darf sich eine Europatrinkflasche, einen Europaboomerang oder eine Packung Spätzle, die der Quizmaster von seiner letzten Reise aus Stuttgart mitbrachte, nehmen.

Echte Europa-Experten

Ganz im Sinne der Demokratie, dürfen die Schüler abstimmen, aus welchen der acht vorgegebenen Themenbereichen die Fragen ins Spiel kommen. Direkt im ersten Wahlgang ist die Meinung im großen Klassensaal eindeutig, und so wird das Wissen zu „Baden-Württemberg in Europa“, „Berühmte Europäer“ und „Deutschland in Europa“ auf die Probe gestellt.

Zwar gibt es auch echte Europa-Experten unter den Teilnehmern, die sich mehrmals am Tisch mit den Gewinnen bedienen dürfen, manche Fragen können aber auch nur geraten werden. „Das ist auch beabsichtigt, denn man soll ja mit dem Gefühl aus dem Quiz gehen, etwas gelernt zu haben“, erklärt Krenz. Was die Schüler des Technischen Gymnasiums aber nicht wirklich stört, denn die Inhalte sind spannend gestaltet. Zu Beginn jeder Fragerunde läuft ein kurzes Video, das auch einen Bezug zu den etwas abstrakteren Fragen herstellt. „Was ich besonders schön finde, ist, dass dieses Format die Jugendlichen dazu anregt, sich auszutauschen.“, sagt Gordt. Denn unmittelbar nach jeder Frage, beginnen die Schüler damit ihre Antworten zu vergleichen. Auch die Informationen, die während der Fragestunde weitergegeben würden, seien nicht immer im Unterricht zu finden, berichtet Melanie Thun.

Seit einigen Jahren touren Vereinsmitglieder der „Freunde Europas“ quer durch die Republik und vermitteln Europa auf eine besondere Art und Weise. Das Programm wird dabei von der EU, der Bundesregierung und zahlreicher Bundesländer unterstützt.

„Wir veranstalten unser kostenloses Quiz übrigens nicht nur in Schulen, sondern auch in Stadthallen, Rat- und Gemeindehäusern“, ergänzt Krenz. Wer sich für das Projekt interessiert, kann eine Anfrage im Internet auf der Vereins-Homepage unter www.freunde-europas.de stellen. ppf