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SV Rohrhof Bei der Mannschaft von Trainer Daniel Katsch ist das Wort „Direktaufstieg“ erst einmal tabu

Ziel ist „nur“, oben mitzuspielen

Überraschend gut hat der SV Rohrhof die Niederlage in der Aufstiegsrelegation (1:2 gegen den SV Enosis Mannheim) weggesteckt. Zwar nagte das Ergebnis noch ein paar Tage an Rohrhofs Trainer Daniel Katsch, doch sehr schnell richtete er den Blick nach vorne. „Ein Spiel ist immer tagesformabhängig – und da war Enosis an jenem Tag besser“, erkennt Katsch an.

Auch zum Trainingsstart war das „Bad End“ der vergangenen Spielzeit aus den Köpfen verbannt. Viel mehr beschäftigte sich das Team und das Umfeld mit dem tödlichen Unfall eines Mitspielers. „Das war mehr präsent als der verpasste Aufstieg“, so Katsch. Für sein Team fiel der Startschuss in die Pflichtspielsaison schon deutlich früher als bei der Konkurrenz. Im badischen Verbandspokal buchte der SV Rohrhof nach einem 4:2 nach Verlängerung gegen den SKV Sandhofen die zweite Runde, in der es gegen den Verbandligisten VfR Mannheim ging. Hier schlug sich der SVR 50 Minuten hervorragend und kratzte gar an einer Führung, ehe die Mannheimer ihre Routine aus drei Ligen Differenz auspackten und noch 5:1 gewannen.

Doch viel schwerwiegender als das Ausscheiden wogen die Ausfälle, die Katsch beklagen musste. „Das, was uns in der letzten Saison weitgehend erspart geblieben ist, hat uns nun in der Vorbereitung mit voller Wucht getroffen.“ Katsch spielt auf die Misere an, die in jeder gespielten Partie einen Langzeitverletzten zu Tage fördert.

Am dicksten erwischte es Pierre Heidicker, der sich im Pokalspiel gegen den VfR Mannheim einen Kreuzbandriss zuzog und nun in der Innenverteidigung eine große Lücke hinterlässt. Auch Bastian Orth und Oliver Niemiro (beide Muskelfaserriss) mussten im Laufe der Vorbereitung aussetzen. „Dazu werden zum Saisonauftakt noch einige Spieler urlaubsbedingt fehlen. Man kann wohl erst nach zwei, drei Spielen sagen, wo wir stehen“, so Katsch.

Seinen Neuzugängen attestiert der 38-Jährige einen guten Leistungsstand: „Wir haben die Neuzugänge bewusst ausgewählt. Somit sind das natürlich Spieler, für die es für die erste Elf reichen kann.“ Die Zielsetzung in Rohrhof ist dieses Mal zurückhaltender: Man will oben mitspielen, in Anbetracht der Ausfälle ist das Wort „Direktaufstieg“ aber erst einmal tabu.