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Prozess

Gelder für Asylbewohner veruntreut?

Mannheim.Eine Angestellte der Stadt Mannheim soll über einen Zeitraum von vier Jahren Gelder von Asylbewerbern in Höhe von insgesamt 83 500 Euro veruntreut haben. Dafür muss sie sich ab Montag vor dem Amtsgericht verantworten. Wie dieses am Mittwoch mitteilte, werden der Frau 439 Fälle im Zeitraum zwischen März 2012 und April 2016 zur Last gelegt. Die langjährige Angestellte im Fachbereich Arbeit und Soziales soll falsche Beträge bewilligter Bargeldleistungen auf Zahlkarten gebucht haben, mit denen Asylbewerber zum hausinternen Geldautomaten der Behörde gehen können. Wenn die Betroffenen bei der Auszahlung die Differenz bemerkten und sich bei der Angeklagten beschwerten, soll sie die korrekte Summe auf eine neue Zahlkarte gebucht haben. Das vermeintlich falsch ausgezahlte Bargeld von der ersten Karte habe sie, so der Tatvorwurf, in die eigene Tasche gesteckt. Verschleiert worden seien die fehlenden Summen über angebliche Leistungen für andere Asylbewerber.

Der Prozess vor dem Mannheimer Amtsgericht beginnt am Montag, 15. Oktober, um 13 Uhr. Bislang ist nur ein Verhandlungstag angesetzt, es könnte also direkt das Urteil fallen.