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Freiwilliger Einsatz

Heddesheimer Rettungsschwimmer an der Ostsee

Archivartikel

Heddesheim.Im Juni sind sechs Rettungsschwimmer der DLRG Heddesheim in Richtung Norden aufgebrochen. Ziel war das Ostseebad Dahme am Rande der Lübecker Bucht. Der dortige sechs Kilometer lange Sandstrand wurde zwei Wochen lang von den Rettern bewacht.
Der ehrenamtliche Einsatz erfreut sich großer Beliebtheit, trotz aller Anstrengungen, die damit verbunden sind: der Dienst geht von 9 Uhr bis 18 Uhr, auch am Wochenende und an Feiertagen. Die Heddesheimer Rettungsschwimmerin Kim Styletz feierte währenddessen sogar ihren 17. Geburtstag: „Der Einsatz an der Küste bereitet einfach enorm viel Spaß und liefert eine Menge Lebenserfahrung. Man kann nicht nur Gelerntes praktisch anwenden, sondern bekommt auch die Gelegenheit, sich mit Kameraden aus anderen Gruppen auszutauschen. Ich bin jetzt schon wieder am Schauen, wann ich das nächste Mal Dienst machen kann.“

Sogar bei überregionalen Medien weckte der "Arbeitsausflug" der Heddesheimer Retter Interesse. Unter anderem der "Spiegel" war zu Besuch, denn auch die Wasserrettung an der Küste steht dieses Jahr unter dem Zeichen der Corona-Pandemie. Der Dreh des "Spiegel"-Teams war für die Heddesheimer eine spannende Erfahrung. Die Heddesheimer Rettungsschwimmerin und DLRG-Sanitäterin Kerstin Schikorra zu dem Drehtag: „Es ist sehr aufregend, die DLRG in einem der größten deutschen Leitmedien vertreten zu dürfen. Immerhin haben wir über eine halbe Million Mitglieder und sind die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt.“

Um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus auf der Station zu minimieren, herrschen strenge Regeln. Bäder dürfen nur nach Plan benutzt werden, es wird flächendeckend desinfiziert und Zimmer sind nur einzeln belegt. Einzige Ausnahme waren die zwei Heddesheimer Zwillinge Marius und Lucas Bréhéret, die sich aufgrund eines gemeinsamen Haushaltes ein Zimmer teilen durften.
Im zentralen Wasserrettungsdienst Küste unterstützen Rettungsschwimmer aus dem Inland Rettungswachen am Meer, um für die Sicherheit der Strand- und Badegäste zu sorgen. Wie wichtig diese ehrenamtliche Tätigkeit ist, zeigt sich immer wieder: Bei einem Dienst im Jahr 2018 retteten zwei Heddesheimer Rettungsschwimmer laut DLRG einer Tauchschülerin vor Surendorf das Leben.