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Kultur regional

Heidelberger Florian Drücke "Persönlichkeit des Jahres"

Heidelberg/Paris..Der Heidelberger Florian Drücke ist am Donnerstagabend in Paris mit dem Deutsch-Französischen Preis der Kultur- und Kreativwirtschaft als „Persönlichkeit des Jahres“ ausgezeichnet worden. Das teilte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) in Berlin mit, den der Jurist seit 2017 als Nachfolger von Dieter Gorny führt. "Der Preis ist eine Ehre und ein Ansporn! Die Kultur- und Kreativwirtschaft kann Brücken bauen, die weit über die deutsch-französischen Beziehungen hinausgehen. Sie kann dabei anderen Wirtschaftszweigen ein Beispiel dafür sein, wie man Innovation und Tradition, die analoge Welt und die digitale Welt, Wirtschaft und Kultur miteinander verbindet, ohne sich dabei für eine Seite entscheiden zu müssen", sagte Drücke auf Anfrage dieser Zeitung nach der Verleihung.

Der Preis ist eine Initiative der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer unter Schirmherrschaft des deutschen und des französischen Wirtschaftsministers, Er soll laut BVMI die Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Unternehmen fördern und zeichnet Personen, Unternehmen und Institutionen aus, die sich durch ein deutsch-französisches Engagement in der Medien- und Kulturwirtschaft hervorgetan haben. Die Jury besteht aus Branchenpersönlichkeiten beider Länder. Der Preis wurde2013 zur Feier des 50. Jubiläums des Elysée-Vertrages eingerichtet und seitdem alle zwei Jahre vergeben.

Wirtschaftsstaatssekretärin Claudia Dörr-Voß überreichte die Auszeichnung. Catherine Briat von  Atos Germany  hob der BVMI-Mitteilung zufolge in ihrer Laudatio unter anderem sein aktives Eintreten für die europäische Urheberrechtsrichtlinie hervor; Deutschland und Frankreich hätten gemeinsam am erfolgreichen Zustandekommen der Richtlinie gearbeitet. Aber auch durch seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender für den Bundesverband Musikindustrie sowie als Co-Präsident des Deutsch-Französischen Kulturrates engagiere sich  Drücke seit Jahren in besonderer Weise für den deutsch-französischen Kultur- und Kreativsektor. Speziell  die Musik sei für beide Länder eine der wichtigsten Kulturindustrien in Bezug auf Märkte, Export und Kreativität in Europa.

Zur Bedeutung des Preises, der neben Drückes persönlicher  Auszeichnung auch als Würdigung der Musikwirtschaft und ihrer Nachbarbranchen gelten könne, zitiert der BVMI sein Vorstandsmitglied Frank Briegmann, Geschäftsführer der Plattenfirma Universal Music Central Europe und Deutsche Grammophon: „Herzlichen Glückwunsch an Florian Drücke. Mit seiner Arbeit für den Bundesverband Musikindustrie trägt er dazu bei, die Wahrnehmung der Musikwirtschaft als ökonomische und kulturelle Kraft zu stärken. Seine Auszeichnung unterstreicht auch die Bedeutung der deutsch-französischen Achse im Bemühen, in ganz Europa für gleiche und faire Bedingungen für Künstler und Rechteinhaber zu sorgen und die Umsetzung der europäischen Copyright-Direktive in wirksames nationales Recht gemeinsam zu begleiten.“