Startseite

Mannheim

Mannheimer Fußballer aus Togo wird doch nicht abgeschoben

Archivartikel

Mannheim.Mouhamadou Ouro-Zato, togolesischer Fußballer beim Polizei Sportverein Mannheim, wird nun doch nicht nach Italien abgeschoben. Das bestätigte Irene Feilhauer, Sprecherin des Regierungspräsidiums Karlsruhe, am Dienstag dem "Mannheimer Morgen". Der Verzicht auf die geplante Rückführung in jenes Land, über das Ouro-Zato einst in die EU einreiste, habe "rein organisatorische Gründe", so Feilhauer.

Am 6. Februar würde die für eine Abschiebung erforderliche Frist verstreichen, bis dahin sei die Rückführung organisatorisch nicht zu bewerkstelligen. Für diese Entscheidung hätten die von Ouro-Zatos Mitspielern gestartete Petition sowie die Appelle von lokalen Politikern, etwaige Ermessensspielräume zu nutzen, keine Rolle gespielt, erklärte die Sprecherin. Eine Online-Petition von Spielern des Polizei SV Mannheim hatte bis Dienstagvormittag knapp 40.000 Unterschriften für den Verbleib Zatos eingesammelt.

Das auf  EU-Ebene ausgehandelte Dubliner Abkommen sieht vor, dass Asylanträge im jeweiligen Ankunftsland gestellt werden müssen. Ouro-Zato war aus seiner Heimat Togo über Libyen nach Italien geflüchtet und später nach Deutschland weitergereist. 

Zum Thema