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Rhein-Neckar

Polizei warnt vor juristischen Konsequenzen an Halloween

Rhein-Neckar.Halloween steht nicht nur vor der Tür, sondern auf der Türschwelle. Am Donnerstagabend ziehen Kinder und Jugendliche in gruseligen Kostümen verkleidet von Haus zu Haus und fordern Süßes – „sonst gibt’s Saures“. Sind die Wanderer mit ihrer Ausbeute nicht zufrieden, ist es Brauch, demjenigen, der der Forderung nach Süßem nicht nachgekommen ist, einen Streich zu spielen. Damit es beim Gruseln jedoch nicht zum Graus für Anwohner kommt, erinnert die Polizei daran, die Kinder und Jugendlichen über die Grenzen des Harmlosen aufzuklären. 


Vor allem Farbschmierereien und das Werfen von Eiern oder das Herausreißen von Pflanzen werden häufig als harmlose Streiche gesehen, sind aber keineswegs Kavaliersdelikte. Es handelt sich schlichtweg um Sachbeschädigung, die, so die Polizei, strafrechtlich verfolgt werden. Nicht selten seien in den letzten Jahren hohe Reinigungskosten für Hausbesitzer entstanden. Sogar lebensgefährliche Streiche wurden gespielt: Etwa das Herausheben von Gullydeckeln gefährdet nicht nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger. Außerdem macht Halloween nur Spaß, wenn friedlich gepilgert wird. Die Polizei appelliert deshalb an alle Halloween-Freunde, friedlich zu feiern. 


Die Regeln gelten für Teilnehmer jeden Alters: Kinder unter 14 Jahren können zwar nicht strafrechtlich belangt werden, zivilrechtliche Folgen sind aber auch Kindern gegenüber möglich beziehungsweise können solche Forderungen ihren Erziehungsberechtigten gegenüber geltend gemacht werden.