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Probealarm am Warntag nicht frei von Pannen

Hessen.Mit Sirenen-Alarm und Pannen bei der Handy-Alarmierung ist beim ersten bundesweiten Warntag auch in Hessen der Ernstfall geprobt worden. Land und Kommunen haben sich am Donnerstag an der Aktion beteiligt. Landesweit blieb es nach der Auslösung des Probealarms um 11 Uhr zunächst still auf vielen Handys, die eigentlich Warnhinweise über Apps wie Nina, Katwarn oder Hessenwarn empfangen sollten.

Die über das sogenannte Modulare Warnsystem (MoWaS) versendete Warnmeldung sei verspätet zugestellt worden, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn mit. "Grund dafür ist eine nicht vorgesehene zeitgleiche Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen über MoWaS gewesen." Das im Vorfeld besprochene Auslösekonzept habe hingegen eine reine Auslösung durch den Bund vorgesehen.

In Wiesbaden, Darmstadt, Kassel und vielen weiteren Regionen Hessens warnten Sirenen die Bürger plangemäß. In Frankfurt blieb es weitgehend still. In der Mainmetropole gibt es nach Auskunft der Feuerwehr kein flächendeckendes Sirenennetz. "Überlegungen und Kostenschätzungen für ein entsprechendes Netz gibt es, eine Entscheidung der Stadtpolitik derzeit nicht", teilte Feuerwehrsprecherin Anne Walkembach mit. Wegen technischer Gründe blieb im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis der Sirenenalarm aus.

Das Ziel des ersten bundesweiten Warntags war, die unterschiedlichen Warntechniken für besondere Notfälle zu testen und die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren. Das hessische Innenministerium in Wiesbaden äußerte sich zunächst nicht zum Warntag und den damit verbundenen Pannen, die für zahlreiche Kommentare in den sozialen Netzwerken sorgten.