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Rund 150 000 Zuschauer beim Fasnachtsumzug

Ludwigshafen.Rund 150 000 Zuschauer verfolgen den Fasnachts-Umzug der Städte Mannheim und Ludwigshafen am Sonntag auf der linken Seite des Rheins. Das teilte Markus Lemberger, Leiter der Lukom, mit. Der Fasnachtszug steht zum 66. jubiläum unter dem Motto: „Närrische Route 66 - Wir tun es allen kund, jetzt geht's erst richtig rund...“. 99 Vereine mit mehr als 3500 Teilnehmern fanden sich zum Festzug zusammen. 

Den Umzug eröffneten die Motorradfahrer der „Rhein-Valley-Legion Chapter“ in Begleitung einer großen Strech-Limousine, die von den Zuschauern lautstark empfangen wurden.

Die Ludwigshafener Berufsfeuerwehr mit der Zugnummer zwei sorgte unter anderem mit einem Handlöschkarren und einer Konfetti-Kanone für gute Laune. Sie feiert ihr 100-jähriges Bestehen.

Der Zug war in drei Teile gegliedert: Los ging es mit den Vereinen aus Ludwigshafen und der Pfalz, ab Zugnummer 35 übernahmen die Mannheimer, bis zum Abschluss ab Zugnummer 73 machten die Rheinland-Pfälzer weiter.

Polizistin leicht verletzt

Am Nachmittag blieb die Lage weitgehend ruhig, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Insgesamt kam es bis zum späten Nachmittag zu zwei Vorfällen: Bei einem Einsatz in der Bahnhofstraße zog sich eine Polizistin leichte Verletzungen zu. Ein 36-jähriger alkoholisierter Mann hatte die Beamten beleidigt. Bei einer anschließenden Personenkotrolle setzte sich der Mann zur Wehr und verletzte die Polizistin, sie war nicht mehr dienstfähig. Den Mann brachten die Beamten in eine Zelle.

Bei einer Rangelei am Goerdelerplatz wurden drei Menschen leicht verletzt. Die Personen hätten sich gegenseitig an den Haaren gezogen, teilte der Sprecher mit. Die Hintergründe waren zunächst noch unklar.

Eindrücke vom Umzug in Ludwigshafen sehen Sie hier in unserem Video:

Hohes Sicherheitsaufkommen

Um die Sicherheit der Teilnehmer und Besucher zu gewährleisten, würden an allen großen Straßenkreuzungen entlang des Zugs Busse und Lastwagen als Straßensperren aufgestellt, hatte Lukom-Vertreter Lemberger im Vorfeld gesagt. „Ein gutes Dutzend Kreuzungen“ würden so abgesichert, erklärte er. Zudem sind entlang der Strecke nach Angaben des Ludwigshafener Polizeidirektors Peter Traub rund 800 Einsatzkräfte abgestellt. Davon sei „der Großteil Polizei“, sagte Lukom-Sprecher Lemberger. Der Rest seien private Sicherheitsdienste im Auftrag der Stadt, Feuerwehr und Rettungsdienste. Für Sicherheit sorgt bereits im Vorfeld der TÜV Rheinland-Pfalz, der jeden Wagen der Karnevalisten prüfte, ob er technisch einwandfrei ist und ob die Aufbauten sicher festgemacht sind.

Party auf dem Berliner Platz

Wie bei dem Umzug vor zwei Jahren wird der Berliner Platz wieder videoüberwacht. „Im restlichen Streckenverlauf vertrauen wir auf unsere Leute, die in engen Abständen stehen werden“, versprach Traub im Vorfeld. Auch „Präventionsteams“ aus je drei Beamten, die, mit Bodycams ausgestattet, auffällige Personen frühzeitig ansprechen sollen, werden wieder vor Ort sein, wie der Polizeidirektor erklärte.

Auf dem Berliner Platz findet im Anschluss an den Umzug erstmals die Party „LU tanzt“ statt. 

Doch wenn die Fasnachter im Einsatz sind, gibt es eine Zugnummer, die wohl noch bis in den Abend unterwegs sein wird: die WBL Straßenreinigung mit der Zugnummer 99.

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