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Fridays for Future

Rund 2500 Demonstranten in Mannheim

Mannheim.Einen besonders einkaufsstarken Tag haben sich die Aktivisten von Fridays for Future ausgesucht. Am sogenannten Black Friday sind die jungen Menschen durch die Planken marschiert. Angaben der Aktivisten zufolge waren rund 2500 Demonstranten vor Ort. Ein weltweiter Klimastreik ist es, an dem sich auch wieder die Mannheimer Schülerinnen und Schüler beteiligen. Seit mehr als einem Jahr werden Jugendliche immer lauter und lauter. Sie fordern eine bessere Klimapolitik. Aber nicht nur sie: Auch viele Unterstützer gibt es. Diesen Freitag zum ersten Mal mit dabei: Parents and People for Future Mannheim.

Gestartet ist die Demonstration im Ehrenhof des Mannheimer Barockschlosses. Hier stellte sich die Mannheimer Delegation der Parents for Future Bewegung vor. Die Stimme der Vernunft, könnte man fast sagen. „Bitte nicht panisch werden, angesichts der Klimagefahr“, sagte Klaus Sanden bei der Kundgebung auf dem Ehrenhof. „Neugierig bleiben, auf der Suche nach Lösungen.“ Nichtsdestotrotz sprach er den Jugendlichen seine Bewunderung aus. „Denken wir an Greta Thunberg: Wer hätte je gedacht, dass ein 16-jähriges Mädchen einmal vor der UNO in New York sprechen darf.“

Auch  Scientists for Future, die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und Parteien wie die Grünen, die Linken oder auch die MLPD sind wieder mit dabei. Es ist der bekannte Spruch, der zunächst durch die Bismarckstraße und dann die Mannheimer Innenstadt schallt: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“. Viel Gehör verschaffen sich die Demonstranten vor allem in der Innenstadt. Selbst ohne den Protestmarsch ist die Einkaufsmeile in Mannheim schon gut gefüllt. Jubel, Schreie, Musik. Die Planken blockierten die Demonstranten zwischenzeitlich. Sie setzten sich mittig auf die Bahnschienen, harrten aus. „Leute lasst das shoppen sein, reiht euch in die Demo ein.“ Und ja, das taten einige.

Durch die Sperrung des Kaiserrings kam es nach Angaben der Polizei zu erheblichen Verkehrsproblemen, die sich gegen 18.30 Uhr langsam auflösten. Möglicherweise war das auch dem Verkehr wegen der Black-Friday-Angebote in Geschäften der Innenstadt und dem Feierabendverkehr geschuldet gewesen.

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