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SAP und gekündigter Betriebsrat einigen sich offenbar

Walldorf.Im Falle des gekündigten Betriebsrats bei SAP haben sich beide Seiten in einem Güterichter-Verfahren vor dem Mannheimer Arbeitsgericht nach Informationen dieser Zeitung geeinigt. Ob es sich dabei womöglich um eine Weiterbeschäftigung handelt, blieb offen. Ein Sprecher der Christlichen Gewerkschaft Metall verwies auf eine Erklärung an diesem Freitag. Die Christliche Gewerkschaft Metall vertritt das Betriebsratsmitglied rechtlich. Der Walldorfer Softwarekonzern nannte am Donnerstagabend keine Details, dementierte eine Einigung aber auch nicht.

SAP hatte im Sommer eine fristlose und außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Grund waren innerbetriebliche Rundschreiben, in denen das Betriebsratsmitglied verschiedene Mitarbeiter diffamiert und Unwahrheiten verbreitet haben soll. Damit sei der Betriebsfrieden gestört worden, hieß es damals vonseiten der SAP.

Der Betroffene klagte auf Wiedereinstellung. Weil der Fall hoch komplex erschien, regte das Mannheimer Arbeitsgericht eine außergerichtliche Einigung an. In der Folge verständigten sich beide Seiten auf ein Güterichter-Verfahren. Solch ein Verfahren ist aus dem „normalen“ Prozessablauf herausgenommen. Es handelt sich um eine Art Mediation, die den Parteien ermöglichen soll, in formloser Atmosphäre eine für alle akzeptable Lösung zu finden.