Biblis

Gewerbe Bürgermeister und Politik bleiben dabei

Ablehnung trotz Verzicht auf Brecher

Biblis.Auch wenn die Firma Wetzel wie berichtet auf die zunächst geplante – und 2018 bereits genehmigte – Steinbrecheranlage im Gewerbegebiet „Am Hohen Weg“ verzichtet – es bleibt fraglich, ob das Abbruchunternehmen dort überhaupt noch zum Zuge kommen wird. Bürgermeister Felix Kusicka erklärte am Dienstag auf Anfrage, er werde bei seinem Vorschlag für die Sondersitzung der Gemeindevertreter am Donnerstag (19 Uhr, Rathaus) bleiben und dafür plädieren, den Beschluss des Gremiums von 2018 aufzuheben.

Ob Wetzels Vorschlag, keinen Steinbrecher, sondern nur die geplante Sortierung und Lagerung an dem strittigen Standort vorzusehen, in der Sitzung beraten wird, könne er nicht sagen, so der Bürgermeister. Er wolle den Fraktionen nicht vorgreifen. Kusicka auf die Frage, wie er Wetzels Chancen, dort bauen zu können, einschätzt: „Nach den Gesprächen mit den Anwohnern vor Ort sehe ich keine Chancen auf Erfolg, ohne einen riesigen Scherbenhaufen anzurichten. Es geht den Leuten dort nicht nur um die Steinbrecheranlage, sie wollen auch kein Lager und keine Sortieranlage.“

Die Firma Wetzel hatte wie berichtet bereits Grundstücke für ihr Vorhaben „Am Hohen Weg“ von der Gemeinde gekauft. Die Frage möglicher Rückforderungen und weiterer rechtlicher Ansprüche des Unternehmens gegenüber der Gemeinde müsse „in einem der nächsten Schritte beraten“ werden, sagte Kusicka. Das Unternehmen selbst möchte sich nicht öffentlich äußern.

Sprecher der drei Parteien in der Gemeindevertreterversammlung wollten ihren Fraktionen nicht vorgreifen, signalisierten aber, am Donnerstag generell gegen eine Wetzel-Ansiedlung zu votieren. Herbert Ritzert (CDU) fasste zusammen: „Man kann Politik nicht gegen die Bürger machen.“ mas

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