Biblis

Bilanz Gurkenfest zieht vor allem abends viele Besucher auf die Festmeile in Biblis / Essen an vielen Ständen ausverkauft

Akteure trotz Hitze sehr zufrieden

Archivartikel

Biblis.„Es war ein heißes Fest.“ Doch Bruno Neumann, Vorsitzender des Wirtschafts- und Verkehrsverein Biblis (WVB), findet: „Besser heiß als Regen!“ Vier Tage haben die Bibliser bei hochsommerlichen Temperaturen ihr Gurkenfest gefeiert. Nachmittags war es meist ruhig, dafür strömten die Besucher zu den lauen Sommerabenden auf die Straße und bevölkerten die Festmeile.

„Wir sind letztlich sehr zufrieden mit dem Fest. Das Wetter, die Besucherzahlen und der ganze Ablauf waren für uns sehr gut“, sagt Neumann. Den großen Zuspruch am Abend spürten die Vereine deutlich. An vielen Ständen war am Ende des Festes das Essen ausverkauft. „Bei uns ging am Montag kurz nach 21 Uhr die letzte Pizza aus dem Ofen“, erzählt Jutta Platz, Geschäftsführerin der Turngemeinde (TG) Biblis.

Viele Ehrenamtliche nötig

Für die TG ist die Teilnahme am Gurkenfest ein fester Bestandteil im Kalender, aber zugleich ein großes Projekt. Denn sie stemmen einen Pizzastand, den Bierstand und den Loungebereich mit Cocktails. „Um die Getränkebewirtung zu entzerren, haben wir in diesem Jahr am Pizzastand einen Weinstand aufgebaut, so dass die Besucher nicht am großen Getränkestand anstehen mussten“, erklärt Christiane Müller, stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Die ganzen Stände müssen natürlich mit entsprechend viel Personal – Ehrenamtlichen – besetzt werden.

Der Turnverein zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Fest. „Die Powertage sind natürlich Freitag und Samstag, sonntags läuft es meist ruhiger. Der Montag war diesmal zum Ausklang auch sehr gut besucht“, findet Christiane Müller.

Dem können sich auch die Brezelbäcker von der Katholischen Kirchenmusik anschließen, auch bei ihnen gingen die letzten ofenfrischen Brezeln gegen 21 Uhr über die Theke, der Kochkäse war schon früher ausverkauft. Die Vereine haben kalkuliert wie immer, dieses Mal lief der Verkauf nur besser. So gingen auch beim Fußballverein einige Speisen am Montagabend aus, die Gurkenfässer hielten aber noch leckeren Inhalt bereit. Dass die Fußballer nach einem Jahr ohne Gurken auf dem Fest in die Bresche gesprungen sind, kam gut an. „Zum Gurkenfest gehören doch Gurken“, meint Christopher Reis vom Fußballverein.

Babbel Dasche neu dabei

Eine Premiere war die Teilnahme für den Fastnachtsverein Biwwelser Babbel Dasche. „Wir wurden eine Woche vorher angerufen, weil jemand abgesprungen war, und konnten einen Platz übernehmen. Da musste dann alles schnell gehen“, berichtet die stellvertretende Vorsitzende Ivonne Schön. Wegen der knappen Zeit entschied sich der Verein, Kartoffelpuffer anzubieten. „Was aber letztlich bei diesem Wetter nicht so gut lief“, meint Schön. Ihr Verein will im kommenden Jahr trotzdem wieder mitmachen – und das Konzept umstellen. „Für das erste Mal war es in Ordnung. Wir haben unsere Erfahrungen gemacht und optimieren dies für 2019“, kündigt Schön an.

Wichtig ist dem WVB letztlich, dass Vereine und Gastronomen das Gurkenfest auch künftig stemmen können. Bruno Neumann hat erfreut beobachtet, dass in vielen Ständen bereits der Nachwuchs der Vereine aktiv ist. So kann er zuversichtlich in die Zukunft blicken.

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