Biblis

Landwirtschaft Familie Ochsenschläger serviert Besuchern Kostproben aus eigenem Anbau

Alte Sorten faszinieren

Archivartikel

Wattenheim.Zum Kartoffelmarkt hatte Familie Ochsenschläger aus Wattenheim eingeladen. Hierbei wurden nicht nur knapp zwanzig selbstangebaute Kartoffelsorten vorgestellt und teils zum Verkosten angeboten, sondern es gab auch einen Genießermarkt mit kleinen Manufakturen aus der Region.

Der Markt fand in diesem Jahr coronabedingt in einer etwas anderen Form statt, verlor dadurch aber kaum von seinem Charme und brachte ein wenig Abwechslung in den Alltag. „Viele Feste und Veranstaltungen sind schon ausgefallen, wir haben geschaut, wie wir den Kartoffelmarkt in diesen Zeiten sicher machen und unseren Besuchern etwas anbieten können“, so Dagmar Ochsenschläger.

Wäscheklammern zum Zählen

Genehmigt seien 250 Besucher, die gleichzeitig den Markt besuchen dürften. „Wir beobachten, wie sich das verteilt. Wenn wir das Gefühl haben, dass bei 150 schon genug auf dem Gelände sind, dann reicht das auch“, erklärte Ochsenschläger. Am Eingang registrierten sich die Besucher. Jeder Gast bekam eine Wäscheklammer ausgehändigt, wodurch die Anzahl der Gäste kontrolliert werden konnte. Beim Verlassen des Marktes wurde die Wäscheklammer wieder abgegeben.

Im Hof boten viele Stände ihre Waren feil oder informierten wie das Regierungspräsidium Gießen oder ein Informationsstand zur Solidarischen Landwirtschaft, die von Familie Ochsenschläger angeboten wird. Winzer Weinmann schenkte Federweißen und Weine aus, es gab „Laute Limo“ und Brauereiprodukte. Die Katholische Öffentliche Bücherei Wattenheim bot Kaffee und Kuchen an. Für das Essen war Annette Glücklich zuständig. Diese verwöhnte die Gäste mit raffinierten Kartoffelgerichten aus der ganzen Welt.

In der Scheune ging der Kartoffel- und Genießermarkt weiter. Kleine Manufakturen boten Honig, Kaffee, handgefertigte Seifen, Brot, Olivenöl, Wurst, Senf und vieles mehr an. Der Scheunenbereich war zum Bummeln als Einbahnstraße konzipiert. Dort befand sich zudem ein Kartoffelstand. „Wir bauen 17 verschiedene, zum Teil sehr alte Kartoffelsorten auf unserem landwirtschaftlichen Betrieb an“, so Dagmar Ochsenschläger. Die Besucher staunten nicht schlecht über Kartoffeln mit blauer, roter oder gelber Schale oder gar mit lila Ringen innen. „La Rott ist eine alte französische Sorte, die einen Geschmack nach Speck hat, daher auch lecker als Kartoffelsalat schmeckt“, erklärte Ochsenschläger. Mit der Odenwälder Blauen ist eine alte, regionale Sorte im Sortiment.

Wichtig sei, dass solche alten Sorten nicht vom Teller verschwinden, sondern weiter angebaut werden. Sechs Sorten konnten die Gäste vor Ort zudem direkt probieren und deren geschmackliche Unterschiede testen. Darüber hinaus war auch das Hoflädchen geöffnet und bot weiter Köstlichkeiten an. str

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