Biblis

Soziales Biblis sucht Planer für Gesundheitshaus

Alternative zur Enggasse im Spiel

Biblis.Was den Standort des Gesundheitshauses angeht, prüft die Gemeinde Biblis nun zwei Standorte. Sie soll nicht nur für das Areal in der Enggasse einen Planer suchen, sondern auch das Gebiet am Park&Ride-Platz hinter der Bahn mit einbeziehen, das ebenfalls in der Zone des Stadtumbaus liegt. So wollen es die Kommunalpolitiker.

„Diese Änderungen müssen aber auch von den Ministerien so akzeptiert werden“, warf Bürgermeister Felix Kusicka zum Schluss ein. In beiden Ausschüssen stimmten CDU und SPD für den Antrag, die FLB enthielt sich. Genauso fiel das Ergebnis später in der Gemeindevertretung aus. Der Antrag wurde mit sieben Enthaltungen der FLB beschlossen.

Im Vorfeld zur Sitzung der Gemeindevertreter hatten sich die beiden Ausschüsse getroffen, weil der Gemeinde erst kurzfristig alle notwendigen Informationen für das Projekt vorlagen. Kusicka hatte mit den zuständigen Ministerien telefoniert und vorab die Fraktionen informiert.

Wenn der enge Zeitplan für das Projekt nicht eingehalten werden kann, verliert die Gemeinde im schlimmsten Fall die in Aussicht gestellten Fördermittel von rund drei Millionen Euro. CDU-Fraktionschef Hans Michael Platz meinte: „Wir diskutieren seit etwa 20 Jahren darüber, was mit dem Gelände hinterm Rathaus passieren soll. Mit unserer gemeinsamen Entscheidung haben wir endlich einen Konsens erreicht.“ Wenn sich nun ein neuer Standort für das Gesundheitshaus ergeben sollte, dauere es wahrscheinlich wieder 20 Jahre bis feststehe, was mit dem Areal in der Enggasse gemacht werden soll, so Platz.

SPD will weitere Standorte prüfen

Josef Fiedler, Fraktionsvorsitzender der SPD, hatte sich ebenfalls Gedanken gemacht, wie man die Fördermittel voll ausschöpfen kann, ohne sich konkret auf das Gesundheitshaus in der Enggasse festzulegen, weil dieser Standort auch bei der Bevölkerung umstritten sei. Sein Vorschlag war, das Gelände am Park&Ride-Platz hinter dem Bahnhof mit einzubeziehen, das ebenfalls der Gemeinde gehört und noch unbebaut ist. So könnte der zu findende Planer trotzdem innerhalb der Zeitschiene agieren.

Hans-Peter Fischer, Fraktionschef der FLB, hatte signalisiert, dass seine Partei dem nicht zustimmt: „Die breite Mehrheit in Biblis ist nicht für die Enggasse. Dem sollten wir auch Rechnung tragen.“

Alexander Dinges von der Bauverwaltung erklärte noch einige Details. Bisher koste die Suche nach einem Planer rund 20 000 Euro, aber durch die neuen Bedingungen könnten die Kosten um bis zu 15 000 Euro ansteigen. Außerdem müsse der Planer sich mit dem Denkmalschutz auskennen, da es auf dem Areal in der Enggasse entsprechende Gebäude gebe. Und er müsse sich über Fördermittel Bescheid wissen.

Fiedler hatte mit den ehemaligen Praxisräumen in der Bahnhofstraße sogar noch einen dritten Standort ins Gespräch gebracht. Hier ergab sich das Problem, dass das Gebäude schon steht und geprüft werden müsste, ob es sich eignet. Deshalb wurde diese Variante verworfen. cid

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional