Biblis

Jubiläum Fußballverein Biblis feiert Festkommers im Bürgerzentrum / Rückblick auf schwierige Anfangsjahre

Anfeindungen längst Geschichte

Biblis.Wer am 1. März 1919 das Licht der Welt erblickt hat, braucht sich keiner zu merken, meint Karlheinz Gölz, allerdings „entstand an diesem Tag im Rheinischen Hof zu Biblis ein großer Verein“: der Fußballverein (FV) Biblis. Dieser hat seinen 100. Geburtstag nun groß mit einem Festkommers im Bürgerzentrum gefeiert. Der Vorsitzende Karlheinz Gölz schwor die 250 Gäste mit einer eindrucksvollen Rede auf einen gelungenen Abend ein und erzählte so manche Anekdote aus der Vereinsgeschichte.

„Das war alles sehr gelungen und hat uns große Freude bereitet“, sagten die Gäste später unisono. Unter ihnen war auch der 95-jährige Herbert Schulz, Ehrenvorsitzender des Vereins. Als Moderator führte Andreas Kunze, der aus Biblis stammt, durch den Abend. Kunze ist aus dem Radio bekannt. Er kündigte die Programmpunkte ruhig an und gab immer wieder einen Witz zum Besten.

Bürgermeister Felix Kusicka verwies als Schirmherr auf die politisch unruhigen Zeiten im Jahr 1919 – kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs. Er lobte den Bekennermut der 30 Gründer. „Wenn wir heute dazu aufrufen würden, einen solchen Verein zu gründen, käme doch jeder mit einer anderen Ausrede“, stellte er provokativ in den Raum.

Die Gründer des FV Biblis wurden, das war der 100-Jahr-Chronik des Vereins zu entnehmen, auch von behördlicher Seite angefeindet. Darauf nahm Rita Schramm, Vorsitzende der Bibliser Gemeindevertretung Bezug. Sie stellte klar, dass sich heutzutage ein Verein in der Gründungsphase bestmöglicher Unterstützung durch die Gemeinde erfreuen könne. Rita Schramm hat einen besonderen Bezug zum FV, denn der Großvater ihres Ehemanns Manfred zählt zur Gründergeneration des Vereins. Zudem spielt ihr Enkel inzwischen bei den G-Junioren des JFV BiNoWa mit.

Der rührige Vorsitzende Karlheinz Gölz freute sich an diesem Abend über viele Geschenke und Auszeichnungen. Auch Kreisfußballwart Reiner Held und Bettina Müller vom Sportkreis Bergstraße kamen mit Präsenten nach Biblis und lobten das Engagement von Gölz und seiner Mannschaft.

Für die feierliche musikalische Umrahmung des Abends sorgte der GV Frohsinn unter der Leitung von Herbert Ritzert. Für den Dirigenten war das eine Selbstverständlichkeit, denn er ist dem FV Biblis eng verbunden. Ritzert spielte einst selbst in der FVB-Mannschaft, die die Bibliser Fußballlegende Rainer Jung trainiert hat.

Das Repertoire des Chors war breit gefächert und reichte von der Eurovisionshymne bis zu „Rot sind die Rosen“, wo es gleich zu Beginn heißt „Wenn die Abendsonne langsam untergeht“. Dieses Lied soll aber in keiner Weise sinnbildlich für den Verein verstehen, denn der FV kann gerade nach dieser gelungenen Veranstaltung sehr positiv in die Zukunft schauen, respektive in sein Jubiläumsjahr.

Für Flair aus der Ersten Bundesliga sorgte die Tanzformation Piccola der TG Bobstadt. Denn die Gruppe von Trainerin Lisa Ritzert ist erst kürzlich in die Eliteklasse aufgestiegen. Ihr Können zeigten die Tänzerinnen beim Festkommers eindrucksvoll zu einer James-Bond-Titelmelodie und zu „Can’t stop the feeling“ von Justin Timberlake.

Info: Fotostrecke unter suedhessen-morgen.de

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