Biblis

Filminsel Bergsteiger Hans Kammerlander zu Gast

Auf den höchsten Gipfeln

Biblis.Der Multimedia-Vortrag von Hans Kammerlander mit dem Titel „Bergsüchtig… nach Wänden, Graten, Gipfeln“ am Mittwoch, 4. November, 20 Uhr, findet nicht in der Filminsel, sondern in der Kultur- uns Sporthalle in Nordheim (Wormser Straße 12) statt. „Grund dafür ist die aktuelle Corona-Lage. In Nordheim können wir die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten, denn es werden viele Zuschauer erwartet“, so Filminsel-Vorstand Marcus Müller. Noch gibt es Karten.

Hans Kammerlander zählt zu den erfolgreichsten Höhenbergsteigern. Aber bis er 13 der 14 höchsten Berge der Welt besteigen konnte, musste der Südtiroler Ausnahme-Alpinist einen langen Weg zurücklegen. Davon erzählt er in seiner Multivisionsschau. Er wurde als sechstes Kind einer Bergbauernfamilie im Norden Südtirols geboren und träumte schon früh von den drei großen Nordwänden der Alpen am Matterhorn, am Eiger und an den Grandes Jorasses.

All diese Touren gelangen ihm in jungen Jahren. Sein außergewöhnliches Talent fiel in der Kletterszene sofort auf. Doch mit der Durchsteigung der drei Nordwand-Klassiker boten die Alpen für Kammerlander kaum noch vergleichbare Ziele. Die ganz hohen Berge im Himalaya und im Karakorum lockten ihn. Da kam eine Einladung von Reinhold Messner zur Besteigung des Achttausenders Cho Oyu 1982 gerade zur rechten Zeit. Seitdem ist Hans Kammerlander „bergsüchtig“ und in allen Erdteilen unterwegs.

Imponierende Bilder

An der Nordflanke des Mount Everest schaffte Hans Kammerlander die bis dato schnellste Solo-Besteigung am höchsten Berg der Welt und die anschließende Skiabfahrt direkt vom Gipfel. In weniger als 24 Stunden war alles „erledigt“. Mit imponierenden Bildern und Filmsequenzen versucht Kammerlander in dem sehr persönlichen Vortrag eine Gegenüberstellung der großen Alpenwände mit den höchsten Welt-Gipfeln Mount Everest, K 2 und Kangchendzönga.

Am letzteren und dritthöchsten Gipfel der Erde zog sich der Südtiroler Bergsteiger schwere Erfrierungen zu. Der Rückzug vom Berg glich fast einer Flucht. Daher musste der große Plan von drei Achttausender-Besteigungen direkt hintereinander aufgegeben werden, denn Kammerlander musste ins Krankenhaus. Es dauerte bis ins nächste Jahr, bevor er mit seinem Kletterpartner Konrad Auer wieder unterwegs sein konnte. Dieses Mal war der K 2 das Ziel. cid

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