Biblis

Kommunalpolitik Zustimmung zum Entwicklungskonzept

Ausschuss unterstützt geplante Investitionen

Archivartikel

Biblis.Für das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) galt es, im Bibliser Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss den Handlungsrahmen und die Kosten zu verabschieden. Dazu war Projektleiter Gregor Steiger von NH Projektstadt gekommen und erläuterte die Details.

Die Achse läuft über den Bahnhof, das Rathaus bis zum Gemeindesee. „Es fehlt an Grün- und Freiflächen, an denen sich die Bürger treffen können. Auch die Barrierefreiheit ist nicht überall gegeben“, fasste Steiger zusammen. Biblis solle sich als kinderfreundlicher Wohnort in der Metropolregion etablieren und als fußgänger- und radfahrerfreundliche Gemeinde präsentieren, so das Ziel. Insgesamt sind derzeit 19 Maßnahmen vorgesehen, die in der kommenden Dekade umgesetzt werden sollen.

Dazu gehört unter anderem der südliche Bereich des Rathauses mit der Bachgasse, der Hochschildstraße und dem rückwärtigen Areal, das derzeit als Parkplatz genutzt wird. In diesem Bereich sollen geschätzte 100 000 Euro eingebracht werden, wobei zuerst ein Konzept für die Nutzung erstellt werden muss. Um das Rathausquartier Nord mit dem ehemaligen Kindergarten und dem Biergarten zu entwickeln, würden 50 000 Euro gebraucht.

Einer der kostspieligsten Punkte ist das Bahnhofsumfeld mit dem Bahngebäude. Alles in allem würden hier 1,8 Millionen Euro investiert werden, wobei hier unter anderem die Aufenthaltsqualität verbessert werden soll. Für das Areal in der Bahnhofstraße sind 1,5 Millionen Euro vorgesehen, der Ausbau der Park&Ride-Fläche schlägt mit 300 000 Euro zu Buche, und für die Stärkung des Radverkehrs sind 150 000 Euro vorgesehen. Die Aufwertung des Gemeindesees kostet rund 350 000 Euro. Für die Freiflächen im öffentlichen Raum sind 790 000 Euro veranschlagt.

Für das Stadtumbaumanagement sind 600 000 Euro vorgesehen sowie 200 000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit und 50 000 Euro für die Bürgerbeteiligung. Insgesamt werden die Kosten auf fast 9,3 Millionen Euro geschätzt. Davon werden 65 Prozent vom Land gefördert, so dass sich der Eigenanteil für die Verwaltung auf rund 3,2 Millionen Euro belaufen würde. Die Stimmen dazu aus dem Ausschuss waren durchweg positiv. SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler begrüßte das ISEK und hoffte, dass sich möglichst viele Projekte realisieren lassen.

Besonders die Zahlen fielen Hans-Michael Platz, Fraktionsvorsitzender für die CDU, auf. „Die rund 3,2 Millionen für Biblis können wir auf zehn Jahre verteilt im Haushalt aufbringen. Das Geld ist gut angelegt“, so seine Einschätzung. Der Ausschuss stimmte mit allen Mitgliedern dafür. Einstimmig war auch das Votum für die rechtzeitige Entwicklung der Kindertagesstätten. „Der Bedarf wird auf uns zu rollen“, so Bürgermeister Felix Kusicka. Und die Kosten für ein Grundstück und einen Neubau sollen bereits im kommenden Haushalt aufgenommen werden. cid

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