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Kommunalpolitik Nordheimer Ortsbeirat schaut sich bei einer Fahrradtour kritische Stellen in der Gemarkung an

Autos fahren über Radweg in Richtung Wattenheim

Archivartikel

Nordheim.Der Nordheimer Ortsbeirat traf sich zu einer Gemarkungsrundfahrt mit dem Fahrrad. Ortsvorsteherin Renate Weissbrodt (SPD) hatte eine kleine Route ausgearbeitet, und los ging es beim alten Wasserwerk, wo derzeit gebaut wird.

Problematisch war, dass auf dem Radweg von Wattenheim, der dort mündet, immer wieder verbotenerweise Autos fahren. „Wir wissen davon und haben deshalb sogar das Schild ,Landwirtschaft frei‘ entfernt, sodass wirklich nur noch Radfahrer erlaubt sind“, merkte Bettina Cornelius von Ordnungsamt an. Sie schrieb bei der Rundfahrt, die Teil einer öffentlichen Sitzung des Ortsbeirats war, das Protokoll.

Die Ortsvorsteherin bat Bürgermeister Felix Kusicka darum, ob man nicht baulich etwas verändern könne, damit es für die Pkw unmöglich werde, diesen Weg zu nutzen. Kusicka sagte, wenn Poller oder etwas Ähnliches aufgestellt würden, dann nur ganz am Anfang und am Ende des Weges, sonst mache dies keinen Sinn. Renate Weissbrodt äußerte noch den Wunsch nach einer Ruhebank an dieser Stelle, sofern das Gelände der Gemeinde gehöre.

Die Rundfahrt führte weiter auf den Friedhof. Auch hier gab es nur wenig anzumerken. Allerdings wies Bärbel Daunke (CDU) vom Gemeindevorstand darauf hin, dass der eine Müllkorb für Grababraum vor allem samstags sehr schnell gefüllt sei. Der Bürgermeister versprach Abhilfe.

Hinter dem Friedhof auf dem Weg zwischen dem gemeindeeigenen Spielplatz wächst inzwischen ein „Blühstreifen“, der bereits abgeblüht ist. „Allerdings wuchern die Hecken im hinteren Teil des Weges alles zu. Da müsste man dringend mal mähen und schneiden“, so die Ortsvorsteherin.

Beim Spielplatz an der Frankenstraße kümmert sich mindestens ein Anwohner um die Sauberkeit, was Renate Weissbrodt sehr gut findet.

Die Route führte weiter in die Straße „Am Steiner Kreuz“. Dort ist ein unbebautes Grundstück in der Mitte der Straße, vor dem kein Bürgersteig angelegt ist. Lediglich der Bordstein ist vorhanden, dahinter fängt der Bewuchs des Grundstückes an. „Da ist es für die Schulkinder schwierig zu laufen“, stellte die Ortsvorsteherin fest. Auf dem Grundstück hat der Besitzer verschiedene Sachen gelagert, darunter Paletten, einen Bauwagen und Teile von Gerüsten.

Anwohner klagen über Lärm

Die Anwohner, die zur mobilen Ortsbeiratssitzung dazukamen, beschwerten sich über den Lärm einer Baufirma, besonders an Samstagen. Angeblich habe der Eigentümer den hinteren Teil an die Baufirma verpachtet, so die Äußerung der Nachbarn. Die Firma würde dort immer wieder Baumaterialien hinbringen und später wieder abholen.

„Es gibt für uns keine Handhabe wegen der dort gelagerten Sachen, denn es ist ein Privatgrundstück“, erklärte der Bürgermeister. Falls es allerdings tatsächlich zu einer Verpachtung an eine Baufirma gekommen sein sollte, werde das die Gemeinde prüfen. Denn das Grundstück liege in einem Wohngebiet und nicht in einem Misch- oder Gewerbegebiet.

Zum Abschluss der Rundfahrt kamen die Nordheimer Ortsbeiräte mit den weiteren Teilnehmern in die Straße „Zum Rhein“. Sie schauten sich genau an, wie dort die Pkw parken und ob dies den Vorschriften entspricht.

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