Biblis

Soziales Organisatoren des „Kinderkram“ ziehen nach zehn Jahren eine gemischte Bilanz

Basar gehen Helfer aus

Biblis.„Wir feiern ein kleines Jubiläum“, freute sich Kathrin Kissel aus dem Organisationsteam für den sortierten Kinderkleider- und Spielzeugbasar „Kinderkram“ der Gemeindekindertagesstätte Pusteblume Biblis. „Das ist unser zehnter sortierter Basar“, erklärte sie. Der Andrang war noch immer groß. Die Verkäufer schätzen es, dass sie nicht den ganzen Tag am Stand zum Verkauf stehen müssen, für Käufer bietet das Vorsortieren eine Erleichterung bei der Suche. Doch dies alles sei nur durch ehrenamtliche Helfer möglich, die immer weniger werden. Daher konnten diesmal weniger Artikel angenommen werden.

Der sortierte Kinderkleider- und Spielzeugbasar „Kinderkram“ ist der einzige seiner Art in der Gemeinde Biblis und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Verkäufer bringen daheim Etiketten mit Verkäufernummer samt Größe und Preis an den zu verkaufenden Sachen an und geben sie dann einen Tag vor dem Basar ab. Alles, was sie verkaufen möchten, notieren sie in einer Liste. Am Ende bekommen sie die nicht verkauften Sachen und das Geld abzüglich des Teilnehmerbeitrags zurück.

Auf die Helfer wartet deutlich mehr Arbeit: das Aufstellen von Tischen und Kleiderständern, der Aufbau der Cafeteria und natürlich das Sortieren. „Damit sind drei bis vier Leute den ganzen Abend beschäftigt“, erklärte Walter.

„Leider sind wir dieses Jahr weniger Helfer“, bedauerte Kissel. Zu einem seien viele aus dem Stammteam weggefallen, deren Kinder den Kindergarten verlassen haben. Hinzu kamen kurzfristig Krankheitsausfälle. Im Vorfeld habe man noch versucht, neue Helfer zu finden. Ihnen werden auch Vorteile eingeräumt. Die Helfer können selbst mehr Sachen in den Verkauf geben und dürfen als erste durch die Reihen bummeln und kaufen.

Weniger Artikel angenommen

Die meisten Helfer sind schon seit vielen Jahren dabei. Doch diesmal reichte das ehrenamtliche Engagement nicht aus, um das übliche Verkäuferkontingent zu stemmen „Daher haben wir statt 90 Verkäufernummern nur 65 rausgegeben“, berichtete Kissel. Die Warteliste sei sehr lang gewesen. Alle hoffen, dass zum nächsten Basar im Frühling der Helferstamm wieder aufgestockt werden kann.

Nach einem arbeitsreichen Abend begann der große Besucherandrang am nächsten Tag im Bürgerzentrum. Nach den Helfern durften die Schwangeren als Nächstes in Ruhe einkaufen. Danach öffneten sich die Türen für alle anderen interessierten Käufer.

Wie immer standen Kaffee und Kuchen bereit und Erzieher aus der Kindertagesstätte sorgten für die Kinderbetreuung, während die Erwachsenen einkauften. 1000 Euro kamen aus den Erlösen von Basar und Cafeteria zusammen. „Dafür werden zwei Puppentheatervorstellungen in der Pusteblume bezahlt. Der Rest fließt in die Erweiterung des Wasserspielplatzes“, erklärte Kathrin Kissel.

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