Biblis

Bauausschuss Traumhaus AG zeigt Interesse

Baupläne für Gelände an der Bahn

Biblis.Noch ein weiteres neues Wohnprojekt wurde im Bibliser Bau, Gewerbe-, Landwirtschafts- und Umweltausschuss vorgestellt. Dieses Mal war Michael Schweiger vom Ingenieurbüro Schweiger und Scholz eingebunden.

Es handelt sich um das Gebiet „Nördlich des Rübgartens“ hinter der Bahn mit dem Park and Ride Platz. Dort ist noch keine Wohnbebauung angelegt, obwohl es einen Bebauungsplan für das Mischgebiet gibt. „Hier ist ein tolles Potenzial, das wir entwickeln können“, brachte Schweiger vor. Zu beachten sei allerdings das Thema Bahnlärm. Doch der Investor, die Traumhaus AG in Wiesbaden, sei darauf spezialisiert, an solchen Standorten zu bauen“, versicherte der Ingenieur.

Das hintere Areal in Richtung Dillstraße könnte an den Investor verkauft werden. Der plant, dort 28 Einfamilienhäuser zu bauen und Straßen anzulegen. Der vordere Teil Richtung Rübgarten könnte nach wie vor in Gemeindebesitz bleiben. Darauf könnten erst mal ebenerdig doppelt so viele Stellplätze für Park and Ride errichtet werden wie bisher. Außerdem sei ein 14-Parteienhaus möglich, das der Gemeinde gehört und das sie entweder selbst baut oder dem Investor die Bauarbeiten dafür überlässt. „Der große Vorteil bei dieser Fläche ist die Nähe zum ÖPNV-Anschluss“, so Schweiger. Das alles könnte ohne Kosten für die Gemeinde entstehen, da der Investor alles trage, was anfalle.

SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler sprach sich dafür aus, dieses Gebiet zu entwickeln. „Das Mehrfamilienhaus am Rande könnte zudem ein Lärmriegel für die hintere Bebauung sein“, lautete seine Ansicht. Er plädierte dafür, die Entscheidung noch in der Dezember-Sitzung über die Bühne zu bringen. Ausschussvorsitzender Dirk Müller (CDU) stellte einen positiven Konsens innerhalb der Fraktionen fest, die das Thema noch einmal mit in die innerparteiliche Beratung nehmen.

Zeitplan fürs Gesundheitshaus

Der Ausschuss sollte noch entscheiden, die Ausschreibung für einen Planer des Gesundheitshauses auf den Weg zu bringen. Die EFRE-Mittel müssten bis 2023 abgerechnet sein, sonst verfallen sie. Aus dem Fördertopf könnten 20 Prozent Zuschuss für das Gesundheitshaus kommen. Weitere 60 Prozent sollen von der Städtebauförderung dazu kommen. Aber es ist ein strenger Zeitplan einzuhalten, um das Bauprojekt in den Jahren 2021 und 2022 zu realisieren und bis 2023 abzurechnen.

Ewald Gleich (SPD) warf bei diesem Punkt noch einmal die Standortfrage in den Raum. „Wir sollten die Enggasse noch mal überdenken und vielleicht die Bahnhofstraße wieder in Betracht ziehen“, warf er ein. Aber Gleich war sich auch sicher, dass die rund drei Millionen Euro an Fördergeld nicht aufs Spiel gesetzt werden sollten.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Michael Platz wollte die Standortdiskussion nicht wieder eröffnen, da die Gemeindevertretung bereits die Entscheidung für die Enggasse getroffen hat. Dirk Müller fragte bei der Verwaltung nach, ob der Planer standortunabhängig beauftragt werden könne. Alexander Dinges vom Bauamt will bis spätestens zur Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch, 6. November, die Frage beantworten. Bis dahin wurde die Entscheidung vertagt. cid

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