Biblis

Kraftwerk Ereignis laut Behörden ungefährlich

Behälter mit radioaktivem Abfall in Zwischenlager Biblis abgestürzt

Biblis.Beim Auslagern von Behältern aus dem Abfallzwischenlager 1 in Biblis ist ein Betonbehälter abgestürzt. Dadurch sei aber keine Radioaktivität frei gesetzt worden, insofern bestehe auch keine Gefährdung für Mensch und Umwelt. Das teilen die Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH (BGZ) sowie das hessische Umweltministerium jetzt mit. Der Vorfall hat sich bereits am Donnerstag, 12. November, ereignet.

Der Betonbehälter weise Beschädigungen in Form von Stauchungen und Betonabplatzungen auf. Er enthalte ein 400 Liter-Edelstahlfass gefüllt mit Verdampferkonzentrat aus dem Atomkraftwerk Biblis. Im Zwischenlager werden jeweils bis zu drei Behälter übereinander gestapelt. Während des Abhebens des obersten Behälters mit einem Gabelstapler sei es zum Absturz auf den Hallenboden gekommen. Dabei wurde der Beton des abgestürzten Behälters sowie die darunter stehenden beiden Behälter beschädigt – ebenso wie der Hallenboden. Niemand habe sich verletzt. Laut Umweltministerium sei der Gabelstapler falsch bedient worden. Das Personal solle nun erneut eingewiesen werden.

Vorerst keine Bewegungen mehr

Die BGZ teilt mit, der radioaktive Inhalt sei weiterhin sicher verschlossen. Das hätten Wischtests und weitere Messungen ergeben. Die BGZ habe bis zur vollständigen Klärung der Absturzursache veranlasst, dass in diesem Abfallzwischenlager keine weiteren Abfallgebinde bewegt werden. Eine Expertengruppe werde die Abläufe analysieren und bewerten. Die BGZ hat das hessische Umweltministerium als zuständige Aufsichtsbehörde über das meldepflichtige Ereignis informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe null auf der achtstufigen Meldeskala und habe demnach keine oder nur sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung. red

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