Biblis

Kirche Figuren der Bibliser Gemeinde St. Bartholomäus sind in die Jahre gekommen / Musiker unterstützen Neuanschaffung

Benefizkonzert für neue Krippe

Biblis.In sanftem Licht leuchtet alljährlich das Krippen-Szenario in der St. Bartholomäuskirche Biblis. Doch ganz so idyllisch sieht es hinter den Kulissen nicht aus, denn der massive Krippenaufbau mit seinen Figuren ist in die Jahre gekommen und soll nun neu gestaltet werden. Um dies finanzieren zu können, lädt die Kirchengemeinde am Sonntag, 17. November, um 17 Uhr zu einem Benefizkonzert in die St. Bartholomäuskirche ein. Auftreten werden der Gesangverein Frohsinn, der Chor der Pfarrei, die Katholische Kirchenmusik sowie Herbert Ritzert (Orgel) und Rainer Weis (Saxofon). Für besinnliche Texte und Impulse sorgt Pfarrer Ludger M. Reichert.

„Wir hegen schon lange den Wunsch, die Krippe neu zu gestalten, den Hintergrund leichter zu machen und die alten Figuren durch Neue zu ersetzen“, berichtet Heinrich Rettig, der zur Gruppe von sieben ehrenamtlichen Krippenaufbauern gehört. Die Krippe wurde 1984 durch Hans Beickert erstellt und wird seitdem jedes Jahr für mehrere Monate in der Kirche aufgebaut. Vor der Kulisse eines Bergmassivs steht der Stall, in dem sich die Heilige Familie befindet. Daneben sind weitere Figuren, wie der Engel über dem Stall, die Hirten sowie die Tiere zu sehen, ergänzt von einem Brunnen, einem Lagerfeuer und weiteren Accessoires.

Die Ehrenamtlichen, alles Rentner, kennen ihre Krippe sehr gut, wissen, wo die Wurmlöcher sitzen, welche Figuren sie schon ausgebessert haben, wo sie mit Draht zur Stabilisierung nachhelfen mussten. „Dem Ochsen, dem fehlt der Schwanz, aber das ist nicht so schlimm, das sieht keiner. Der Ochse schaut nach vorne, das Hinterteil ist verdeckt“, schmunzelt Rettig.

Doch das Krippen-Szenarium kann sein Altern langsam nicht mehr verbergen. Hinzu kommt, dass die Elemente der Krippe massiv gearbeitet sind. Für die älteren Krippenaufbauer wird dies immer mehr zur Herausforderung. Sie müssen alles aus dem angrenzenden Keller in die Kirche tragen. Nicht alle Teile passen durch den nahen Seiteneingang, andere müssen sie an der Kirche entlang zum Haupteingang tragen. Der Aufbau dauert über drei Stunden, der Abbau geht etwas schneller.

Nun soll das Projekt „Neue Krippe“ angepackt werden. Die Krippenaufbauer setzten sich hierfür mit Pfarrer Ludger M. Reichert in Verbindung, der das Vorhaben unterstützt. Jedoch fehlt es der Kirchengemeinde an Eigenmitteln, denn aktuell läuft die dringende Sanierung der Kirchenfassade. Somit muss das Vorhaben über Spenden finanziert werden.

Man sei schon mit einem Krippenbaumeister im Gespräch, um einen neuen, leichten Aufbau und Hintergrund für die Szenerie zu gestalten. Ebenso favorisiert die Gruppe mit Pfarrer Reichert ein bestimmtes Figurenensemble der Heiligen Familien aus Holz. Bei einer Figurengröße von 40 Zentimetern kommt man mit Maria, Josef und dem Jesuskind in der Krippe auf gut 1100 Euro. Weitere Figuren sollen dann nach und nach dazu gekauft werden. Spender können auch gerne ganze Figuren finanzieren, ein Katalog mit Figuren soll im Pfarrbüro ausgelegt werden.

Eigenes Konto eingerichtet

Angedacht ist, dass in diesem Jahr noch die alte Krippe mit allen Figuren aufgebaut wird. Je nachdem, wie das Konzert finanziell läuft, ist vielleicht auch schon die Anschaffung der Heiligen Familie für dieses Jahr möglich. Um die Krippe in den nächsten Jahren neu zu bestücken, werden wohl mehrere Aktionen nötig sein, um genug Geld zu sammeln.

Daher ruft die Kirchengemeinde mit den Krippenaufbauern zu einer ersten großen Spendenaktion auf. Das Benefizkonzert ist die Auftaktveranstaltung. Der Eintritt hierzu ist frei, um Unterstützung für die Krippe wird gebeten. Ebenso wird ein Spendenkonto eingerichtet. Die Krippenaufbauer und Pfarrer Reichert bedanken sich bei den Mitwirkenden des Konzertes und deren schnelle Zusage.

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