Biblis

Brauchtum Paula I. übernimmt das Zepter der Gurkenkönigin / Bürstadts Bürgermeisterin und Krönungsmeisterin Bärbel Schader fühlt sich dieser Tradition verbunden

Biblis ist mächtig stolz auf seine Hoheiten

Archivartikel

Biblis.Die Bibliser Hoheiten und designierten Majestäten strahlten mit der Sonne um die Wette, als sie mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt in einem kleinen Umzug zum Festplatz kamen. Mit Gute-Laune-Musik und Winken liefen sie direkt am Krönungsort vorbei. Da stutzten die Verantwortlichen zuerst, und dann ging es schmunzelnd hinterher, um die „VIPs“ und die Musik wieder einzufangen und zur Hauptbühne zurückzubringen. Wo schließlich die Krönung der 66. Bibliser Gurkenkönigin Paula I. bevorstand.

Biblis Bürgermeister Felix Kusicka zeigte sich stolz, dass die Gemeinde seit 66 Jahren das Gurkenfest auf die Beine stellt und seitdem immer eine Gurkenkönigin gekrönt werden konnte. Dem schloss sich Bruno Neumann, Vorsitzender des Wirtschafts- und Verkehrsvereins Biblis (WVB) an. Ihm war wichtig: „Traditionen bewahren das Feuer, sind nicht Anbetung der Asche.“

Es sei ausschlaggebend, das Fest und sein Programm modern und attraktiv zu halten, so Neumann. Sein Dank ging an alle Teilnehmer. Traditionen seien zudem ein Sprungbrett und keine Ruhekissen. „Ich sehe viele junge Helfer an den Ständen. Das zeigt, dass die Vereine und Teilnehmer auch für die Zukunft gerüstet sind und wir noch lange das Gurkenfest gemeinsam stemmen können als ein Fest für alle gemäß dem Motto ‚Biblis – einfach gut.‘“

Krönungsmeisterin Bärbel Schader, Bürgermeisterin aus Bürstadt, sprach über eigene Erinnerung aus jungen Jahren an das Gurkenfest und an Freundinnen, die Gurkenköniginnen waren. So habe sie schon früh einen Bezug zum Bibliser Heimatfest gehabt. „66 Jahre Gurkenfest, 66 Jahre Gurkenkönigin. Biblis war die erste Gemeinde weithin, welche als Botschafterinnen für den Heimatort Hoheiten krönte, die auf andere Feste und Veranstaltungen gingen“, bemerkte Schader. Andere hätten erst später mit Repräsentantinnen nachgezogen.

Die Familie hilft

Neben den persönlichen Beziehungen zu Biblis hob Schader auch die kommunalen und politischen Verbindungen zwischen Biblis und Bürstadt hervor. So mache ihr das Amt als Krönungsmeisterin doppelt Spaß. „Ein bisschen nervös bin ich schon, ist das doch meine erste Königin“, räumte sie ein. Doch im Vorfeld habe sie sich mit der neuen Regentin Paula Hulbert getroffen, um mehr über ihre Patenschaft zu erfahren. Sie zeigte sich begeistert von der Vorfreude der jungen Frau auf dieses Amt, sagte, dass Paula hochmotiviert sei, sich auf die kommenden Herausforderungen freue, gerne Menschen kennenlernen und Biblis repräsentieren wolle.

Große Unterstützung bekäme Paula von ihrer Familie, erklärte Schader. Zumal die beiden Schwestern bereits als Gurkenprinzessinnen im Amt waren. „Wie ich auch gehört habe, kommt Paula aus der Hinnergass von Biblis, eine traditionsreiche Straße, aus der zig Hoheiten und Prinzessinnen entstammten“, so Schader.

Auch wusste Bärbel Schader, dass Paula eng mit ihrer Prinzessin Larissa Reis verbunden sei, deren Großvater einst eine Gurkenfabrik besaß. „Besser könnten die beiden jungen Damen doch gar nicht für dieses Amt passen“, sagte die Krönungsmeisterin. Sie setzte Paula Hulbert das Diadem auf und legte ihr die Schärpe um, das Zepter bekam die 66. Bibliser Gurkenkönigin Paula I. dann von ihrer Vorgängerin Maïwenn I. überreicht.

Will Tradition hochhalten

Dieser wurde zuvor von der Bensheimer Blütenkönigin Linda die Krone vom Haupt gekommen, vier weitere Hoheiten aus der Region nahmen an der „Entkrönung“ von Maïween und ihrer Prinzessin Alicia teil und begrüßten die neue Hoheit in ihrem Amt – ebenso wie Delegationen aus den Partnerstädten von Biblis. „Ich freue mich auf die kommende Zeit, die Aufgaben sind vielfältig und spannend“, meinte Paula I., sie wolle diese langjährige Tradition würdig mit ihrer Prinzessin Larissa weiterführen.

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