Biblis

Kommunalpolitik Investor will „Am Werrtor“ bauen

„Biblis ist stark gefragt“

Biblis.Am Werrtor in Biblis könnte es bald eine Wohnbebauung geben. Dort ist derzeit ein 11 000 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem sich verschiedene Gewerbe die Fläche teilen, unter anderem ein Reifenhandel und ein Flüssiggashändler. Thomas Schäfer, Geschäftsführer von Treufina Immobilien, stellte dem Bau-, Gewerbe-, Landwirtschafts- und Umweltausschuss das Projekt „Grüner Wohnpark an der Weschnitz“ vor.

Im Vorfeld hatte sich Treufina damit beschäftigt, was Neuansiedler suchen. Das sind eher kleinere Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern, die bezahlbar sind. „Biblis ist stark gefragt, und das Angebot passt nicht zu dem, was gefragt ist“, führte Schäfer aus. Sein Unternehmen will auf dem hinteren Teil des Areals, das in Richtung der beiden ansässigen Firmen liegt, drei Familienhäuser mit Wohnungen errichten. Im vorderen Teil sollen 17 Reihenhäuser oder Doppelhaushälften entstehen.

Gewerbe soll Wohnen weichen

Keller soll es nicht geben, weil das Grundwasser zu hoch steht. Dafür sind Abstellräume vorgesehen. Eine Dachbegrünung ist geplant. Die Energieversorgung soll über Solarenergie erfolgen. Angedacht ist ein Blockheizkraftwerk, ob eines für alle Häuser reicht oder ob jedes Haus eines bekommen soll, ist noch offen. Die jetzigen Mieter der Fläche müssen dann andere Standorte suchen. Es gibt einen Bebauungsplan für das Mischgebiet Werrtor, aber darin ist festgeschrieben, dass Gewerbe und Wohnen gleichwertig sein soll. Das müsste geändert werden zugunsten des Wohnens, aber es könnte ein beschleunigtes Verfahren geben. Schäfer geht davon aus, dass es besonders für junge Familien interessant sein könnte, dort zu wohnen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler sagte: „Wir brauchen bezahlbare Wohnungen. Und jeder, der in Biblis wohnt, weiß, wie unattraktiv es jetzt dort aussieht“, so Fiedler. FLB-Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Fischer fragte bei dem Investor nach, ob er bereit wäre, einen Infrastrukturbeitrag zu zahlen. Schäfer erläuterte, dass dieses Thema im Gespräch mit Bürgermeister Felix Kusicka bereits angesprochen worden sei. Mit dem Beitrag könnte eventuell eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 44 entstehen. In den Fraktionen soll nun über diesen Plan gesprochen werden.

Die drei Bauvorhaben in Nordheim – die Entwicklung des Anwesens „Am alten Wasserwerk“, in der Steinstraße und die Planung Neubaugebiet „Hinter der Waldstraße“ – passierten einstimmig den Ausschuss. cid

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