Biblis

Ausschuss Verwaltung soll zuerst Folgekosten ermitteln

Biblis sucht Ort für eine Hundewiese

Archivartikel

Biblis.Über das Anlegen einer Hundewiese in Biblis diskutierte der Bau- Gewerbe-, Landwirtschafts- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Die FLB-Fraktion hatte diesen Prüfantrag gestellt. Deren Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Fischer erläuterte, dass er von vielen Hundebesitzern darauf angesprochen wurde und dass viele Orte im Umkreis eine Hundewiese besitzen.

Ein Einwand kam von Johanna Iovine (CDU) wegen des Hundekots: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Wiese sauber gehalten werden muss. Der Bauhof darf damit nicht belastet werden.“ Dem stimmte Fischer zu und schlug vor, Kameras aufzuhängen, um zu sehen, wer den Kot von seinem Hund auf der Wiese nicht weggemacht hat.

Das gehe schon aus Datenschutzgründen nicht, entgegnete Hans Michael Platz, Fraktionsvorsitzender der CDU. Im Ort gebe es zwei Möglichkeiten, seinen Hund frei laufen zu lassen. Beide müssten aber bezahlt werden. Zum einen gehe dies beim Hundeverein, der einen Mitgliedsbeitrag nehme, zum anderen bei einem privaten Anbieter. „Soll die Gemeinde hierzu in Konkurrenz treten?“, fragte Platz. Gegenargument von Fischer war, dass man dort an feste Zeiten gebunden sei.

SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler meinte, seine Partei könne zustimmen, dass die Gemeinde sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz für die Wiese mache. Aber er forderte vorher eine Aufstellung der Kosten und Folgekosten für die Pflege. Wenn das ermittelt sei, soll der Antrag noch einmal in den Bauausschuss zur Abstimmung gehen.

Zudem sei ihm aufgefallen, dass die Zahl der Hunde pro Besitzer zunimmt und stellte die Frage, ob die alle angemeldet seien. Der Entscheidung für den geänderten Prüfantrag im Sinne von Fiedler stimmten alle Fraktionen zu.

Michael Schweiger vom Ingenieurbüro Schweiger und Scholz war wieder zur Konzeption des Marschkreisels gekommen. Der Entwurfsplan war zwischenzeitlich bei den zuständigen Fachbehörden. Von deren Seite habe es ausschließlich Zustimmung gegeben. Deshalb seien die Rodungsarbeiten noch rechtzeitig vor der Brut- und Setzzeit durchgeführt worden.

Ganzes Jahr gewonnen

Die Wurzelstöcke der Bäume würden allerdings erst im Sommer entfernt. „Auf dem Gebiet ist die Haselmaus ansässig“, erläuterte Schweiger. Ab Oktober ziehe sie sich für den Winterschlaf gerne in Wurzelhöhlen zurück. Durch die frühe Zustimmung der Fachbehörden konnte ein ganzes Jahr gewonnen werden.

Allerdings müsse noch eine Hauptversorgungsleitung verlegt werden. Sie verläuft unter dem Feldweg, ist aber aus altem Faserzement, der den kommenden Aufbauten der Straße und dem Gewicht nicht standhalten könne. Sie soll unter den geplanten Radweg verlegt werden, aber in einem zeitgemäßen Material.

Zudem liege dort auch noch eine Telefonleitung, die aber auch ohne großen Aufwand verlegt werden könne. Danach müssen die Archäologie und der Kampfmittelräumdienst das Areal noch begutachten. „Die Bauarbeiten sollen ab dem Sommer beginnen“, schätzte der Ingenieur. CDU und SPD stimmten zu, die FLB enthielt sich. cid

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional