Biblis

Bauausschuss Investition in Höhe von 55 000 Euro

Bibliser Bauhof erhält Ölabscheider

Archivartikel

Biblis.Den Sperrvermerk für den Ölabscheider für den Waschplatz auf dem Bibliser Bauhof aufzuheben, empfahl der Bau-, Gewerbe-, Landwirtschafts- und Umweltausschuss mit einer Enthaltung aus den Reihen der Freien Liste Biblis.

Ursprünglich waren dafür 35 000 Euro im Haushalt eingeplant. Allerdings kostet er laut Angebot eines Unternehmens 55 000 Euro. Alexander Dinges von der Bauverwaltung erläuterte: „Grund dafür, dass wir ihn brauchen, ist der Gewässerschutz. Öle oder Fette sollen damit vom Abwasser getrennt werden, damit sie nicht in die Kläranlage gelangen.“ Bürgermeister Felix Kusicka erklärte, dass die Bauhof-Fahrzeuge bisher bei der Feuerwehr gereinigt wurden. „Das war ein hoher Zeitaufwand und deswegen wollen wir jetzt auf dem Bauhof eine Waschanlage einrichten. Der Ölabscheider der Feuerwehr ist auch an den Grenzen angelangt“, so Kusicka.

Es seien nun einmal die gesetzlichen Vorschriften, einen Ölabscheider einzubauen. Davon sind beispielsweise auch die Landwirte betroffen, genau wie Gaststätten oder ähnliche Gewerbe. Josef Fiedler, Fraktionsvorsitzender der SPD, erinnerte daran, dass die Bibliser immer noch dafür zahlen, dass dies in früheren Jahren noch nicht so genau genommen wurde. „Wir sanieren immer noch die FCKW-Fahne der Reinigung in der Hintergasse“, merkte er an. Als Gegenfinanzierung schlug er vor, die Mehrkosten aus dem – auch noch gesperrten – Betrag für die Sanierung der Brücken und Durchlässe zu nehmen, was allgemein Anklang fand.

Kritik an Landesentwicklungsplan

Der Bürgermeister berichtete noch über die Stellungnahme der Gemeinde zum Landesentwicklungsplan Hessen 2020, die in den nächsten Tagen an den Kreis geschickt wird. Unter anderem kritisiert die Gemeinde darin den Punkt, dass man in Ortschaften, die nicht durch Bahnhöfe erreichbar sind, keine Neubaugebiete ausweisen dürfe. Hier wären die Ortsteile betroffen.

Auch zum Hochwasserrisikomanagementplan war die Meinung der Gemeinde gefragt. Der Bürgermeister wird hier unter anderem die Größe der landwirtschaftlichen Flächen, die zum Hochwasserschutz gebraucht werden, kritisieren.

„Wir geben schon Millionen für die Deiche am Rhein und an der Weschnitz aus, jetzt sollen wir noch die Flächen ausweisen. Wir signalisieren ans Regierungspräsidium, dass man nicht alles mit uns machen kann“, betonte Kusicka. Die Stellungnahme soll bis 17. März beim RP abgegeben werden.

Am ZAKB-Platz soll Mitte des Jahres mit vorzeitigem Baubeginn gestartet werden, teilte der Bürgermeister auf Anfrage mit. cid

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