Biblis

Stadtentwicklung Gemeinde beantwortet Fragen und sammelt Ideen zur Umgestaltung / Neue Stromtankstelle eingeweiht

Bibliser machen viele Vorschläge

Archivartikel

Biblis.Mit viel Farbe bringen die Kinder ihre Ideen aufs Papier: Ihre Vorschläge reihen sich unter dem Dach des Pavillons aneinander. Denn Vorschläge für die künftige Entwicklung der Gemeinde Biblis kann jeder Bürger abgeben – ob jung oder alt. Beim „Tag der Städtebauförderung“ auf dem Parkplatz gegenüber vom Rathaus sammelt die Verwaltung die Anregungen.

Die Pläne, welche Bereiche von Biblis von der Umgestaltung betroffen sind, sind im großen Pavillon zu sehen. Dort stehen unter anderem Bürgermeister Felix Kusicka und Alexander Dinges vom Bauamt Rede und Antwort. Neben den Plänen haben sie Platz für die Ideen der Bevölkerung gelassen.

Bauamtsleiter Dinges freut sich über den guten Zuspruch. Besonders begeistern ihn die vielen abgegebenen Malblätter, die erst kurz zuvor an die Grundschüler ausgegeben worden sind. „Bei vielen sind auch noch Texte dabei“, sagt Dinges. Ab und zu hört er auch Negatives wie „Das wird ja sowieso nichts“ oder „Wie oft wollt ihr noch planen?“ Diese Bürger zu motivieren, sei schwer, gibt Dinges zu. „Vor allem muss zeitnah etwas passieren, damit die Bibliser merken, hier tut sich was.“

Vor kurzem sind bereits Anwohner der unteren Bahnhofstraße bei einer Versammlung über den Stand der Dinge informiert worden – was viele Bürger nutzten. Dass sie nicht immer einer Meinung sind, zeigt sich auch am Stand, wo häufig konträr diskutiert wird.

Kusicka: Nicht zum Selbstzweck

Bürgermeister Felix Kusicka spricht mit vielen Einwohnern, beantwortet Fragen und erklärt Details. Vieles ist aber noch offen, deshalb sammelt die Gemeinde die Vorschläge, um Ideen weiterentwickeln zu können. Beispielsweise beim Gelände rund um das Rathaus. Dort könnten barrierefreie Wohnungen entstehen, zusätzlich könnte das Areal begrünt werden.

„Konkrete Ideen müssen einfach an die Wand, um deren Vielschichtigkeit zu beleuchten“, sagt der Bürgermeister. Alle Meinungen, auch die der Kinder, sollen berücksichtigt werden. „Bis in zehn Jahren sind aus den Grundschülern junge Erwachsene geworden, die mit dem leben sollen, was wir heute entwickeln“, betont Kusicka. Fragen beantwortet auch Corinna Berger vom Planungsbüro nh Projektstadt. Sie ist positiv überrascht vom Zuspruch. „Es interessieren sich viel mehr Bibliser für den Stadtumbau als gedacht, und sie sind sehr aktiv.“ Mit ihren Kollegen will sie die vielen Vorschläge nun auswerten. Einige Bürger haben ihre Anregungen auch anonym abgegeben. „Wir sortieren, was alles wie zusammengehört und was den Bürgern wichtig ist“, erklärt die Projektleiterin. Es gebe etliche sehr konkrete Ideen. Für Kusicka ist das der richtige Weg, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. „Und den Umbau machen wir nicht zum Selbstzweck, sondern für die Bürger“, betont der Rathauschef.

Für Begleitprogramm sorgt die Sportjugend Bergstraße mit dem Spielmobil, zudem hat die Turngemeinde einen Essensstand aufgebaut. Kaffee und Kuchen bietet das Rathaus an. Auf Interesse stößt zudem die Einweihung der neuen Stromtankstelle auf dem Rathausparkplatz. EWR hat sie installiert. Dort können zwei Fahrzeuge parallel geladen werden, und zwar mit zwei mal 22 Kilowatt. Das ist bis zu zehn Mal schneller als an einer Haushaltssteckdose. Einmal komplett aufladen mit Ökostrom dauert rund 60 Minuten. Mindestens drei Monate soll dies kostenlos sein.

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