Biblis

Handball-Bezirksoberliga Abstiegskandidat verliert gegen HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach mit 17:24

Biblis/Gernsheim tritt auf der Stelle

Biblis.Nichts wurde es mit dem erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Die Handballerinnen der FSG Biblis/Gernsheim unterlagen dem Tabellenfünften HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach am Ende deutlich mit 17:24, nachdem sie zur Pause (9:9) noch alle Chancen hatten.

Damit tritt Biblis auf dem vorletzten Rang und damit dem vermutlich ersten Abstiegsplatz auf der Stelle. „Wir haben noch alle Chancen, aber angesichts der engen personellen Situation wird es extrem schwer“, erklärte Trainer Sascha Köhl. Diesmal hatte er gerade einmal einen Kader von neun Spielerinnen zur Verfügung, was eine Hälfte reichte, aber dann ging dem Rumpfteam die Puste aus.

Die Gurkenstädterinnen überraschten den Gast aus dem Odenwald mit einem couragierten Start. Besonders in der Defensive zeigte sich die FSG sehr gut eingestellt. „Da waren wir sehr stabil“, so Köhl. Mit 5:3 und 7:4 (14.) führte Biblis, dann rächten sich einige vergebene Chancen in der Offensive. Siedelsbrunn – keinesfalls überragend – egalisierte zum 8:8 „und nach dem 9:9 zur Pause ging es praktisch wieder bei Null los“, meinte Köhl, der sich aber darüber bewusst war, „dass es mit zunehmender Dauer immer schwieriger werden wird“.

Einbruch im zweiten Abschnitt

Und dann ging es sogar noch schneller, als vom FSG-Coach befürchtet: Gerade einmal sieben Minuten waren gespielt, als die Odenwälderinnen 14:10 führten und diesen Vorsprung bis zur 42. Minute entscheidend auf 17:11 ausbauten. „Da ging bei uns leider nichts mehr zusammen“, musste Köhl mit ansehen, wie der Favorit seine Führung konsequent verteidigte und am Ende auch verdient die Punkte mit in den Odenwald nahm.

Am kommenden Wochenende wartet nun eine noch schwerere Aufgabe auf Biblis, das zum Tabellenzweiten Crumstadt/Goddelau muss. Danach folgen allerdings zum Saisonabschluss noch zwei Spiele aus der Kategorie „lösbar“: Zuerst kommt der Siebte aus Erbach nach Biblis, zum Finale geht es zum aktuellen Schlusslicht Dornheim/Groß-Gerau. Aber das relativiert Köhl gleich wieder: „Dornheim hat seinen Kader kräftig aufgerüstet, unter anderem mit der ehemaligen Zweitliga-Spielerin Silke Jung. Da sind wir sicherlich nicht Favorit.“ Aber irgendwo müssen noch Punkte her, um doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. „Das ist natürlich unser aller und mein persönliches ganz großes Ziel. Ich will mich hier nicht mit einem Abstieg verabschieden“, so Sascha Köhl, der bekanntlich nach der Saison zum A-Ligisten HC VfL Heppenheim wechseln wird.

FSG-Tore: Kerstin Bonifer (4), Miriam Weil (3), Liboria Romano, Lisa Argentino, Lisa Götz (je 2), Saskia Laudenbach, Lisa Kreimes, Amina Drekovic, Julia Höfle (je 1).

HSG-Tore: Alina Sauer (6), Stefanie Schmitt (5/4), Anne-Christin Kunkel, Selin Büyükodabasi, Johanna Eder (je 3), Celine Dürr (2), Lena Mottl, Katharina Jöst (je 1). me

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