Biblis

Ehrenamt Bibliser DRK freut sich über großen Zuspruch / Ortsverein braucht neuen Krankentransporter

Blutspende-Dienst hat viel zu tun

Archivartikel

Biblis.„Es ist gut zu tun“. Zufrieden zeigte sich DRK-Referent Erik Max. Denn in den Räumen des DRK-Ortsverbandes Biblis hatten sich bereits bei der Anmeldung zur Blutspende Schlangen gebildet.

Viele kamen ganz spontan vorbei, manche hatten aber auch vom neuen Service zur Online-Registrierung Gebrauch gemacht. Sie reservierten ihren Wunschtermin und erhielten 48 Stunden vorher eine Terminerinnerung. „Damit wollen wir die Wartezeiten verringern“, erklärte Max. Zudem werden diese Blutspender bevorzugt behandelt.

„Spender mit besonders benötigten Blutgruppen haben wir vorab angeschrieben“, erklärte der Referent. Denn jeden Tag bräuchten Menschen Bluttransfusionen. Ob bei Unfällen, Krankheiten oder Operationen – Blutspenden würden dringend gebraucht und es gebe keine künstlichen Alternativen. Wer Blut spenden will, sollte beim ersten Mal nicht älter als 64 Jahre alt sein. Alle gesunden Menschen zwischen 18 und 73 Jahren müssen sich vor jeder Blutentnahme ausweisen.

Mittels eines Hämoglobin-Testes stellen die Ärzte bei der Voruntersuchung fest, ob überhaupt Blut gespendet werden darf. Dabei stellt sich so manches Mal heraus, dass sich der Spender zwar fit und wohl fühlt, die ermittelten Werte aber eine andere Sprache sprechen.

Sind alle Werte in Ordnung und die Formalitäten erledigt, geht es auf die Krankenliege. Der Blutspendedienst Baden-Württemberg war mit zwei Ärzten, einer Laborfachkraft und vier Krankenschwestern nach Biblis gekommen. Dazu hatten die Bereitschaftsleiter des Bibliser DRK, Michael Wetzel und Lisa Schäfer, 17 Ehrenamtliche zur weiteren Unterstützung aktiviert. Die Mitglieder des Jugendrotkreuzes halfen bei der Essensausgabe und kümmerten sich um die Kinderbetreuung. Um nach der Blutentnahme wieder zu Kräften zu kommen, wurden die Spender mit Nudeln und Tomatensoße verwöhnt. Zum Nachtisch gab es Pudding. Insgesamt waren 110 Spender gekommen, darunter 14 Erstspender.

In der kleinen Mensa ehrte Kreisbereitschaftsleiter Karl-Heinz Schultheiß auch die Mehrfachspender. Unter ihnen Harald Gliewe und Kordula März, die jeweils zum 25. Mal zur Blutspende gekommen waren.

DRK-Vorsitzender Hans-Michael Platz warb um Spenden für einen neuen Krankentransporter. Nach 27 Dienstjahren rentiert sich eine Reparatur nicht mehr. Um den Sanitätsdienst wie bisher leisten zu können, hofft das DRK auf Unterstützung für das 60 000 Euro teure Ersatzfahrzeug. Er wies darauf hin, dass die Fahrzeuge nicht vom Kreis oder der Gemeinde finanziert würden, obwohl diese auch dem Zivil- und Katastrophenschutz zur Verfügung stehen.

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