Biblis

Bauausschuss Bibliser Politiker empfehlen Reparatur

Bürstädter Straße erhält nur eine neue Asphaltdecke

Archivartikel

Biblis.Das Teilstück der Bürstädter Straße ab der Weschnitzbrücke bis in den Kreuzungsbereich zur B 44 ist marode. Wie dies behoben werden kann, darüber diskutierte jetzt der Bauausschuss in Biblis. „Wir haben die dafür vorgesehenen Mittel schon für andere dringende Projekte gebraucht. Das war der Wasserrohrbruch in der Pacellistraße, und jetzt gab es auch Unterspülungen in der Enggasse und in Wattenheim durch den starken Regen am Montag, die zu machen sind“, schickte Bürgermeister Felix Kusicka seiner Aussage voraus.

Eine grundhafte Sanierung, die nötig wäre, ist in der nächsten Zeit nicht vorgesehen. Aber zumindest die Asphaltdecke soll erneuert werden, um den Zustand noch einige Jahre so halten zu können, bevor doch der ganze Unterbau erneuert werden muss. „Der Radweg aus Bobstadt endet an dieser sehr unübersichtlichen Kreuzung. Das soll im Zuge des Radwegkonzepts verändert werden“, so Kusicka weiter.

Neuen Asphalt bekommen sollte eigentlich nur das genannte Teilstück selbst, aber SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler warf ein, dass der angrenzende obere Abschnitt der Josef-Seib-Straße in Richtung Pfaffenauhalle ebenfalls in einem sehr desolaten Zustand ist. „Das könnte man bei der Gelegenheit gleich mitmachen“, schlug er vor. Damit waren alle einverstanden. Einstimmig beschloss der Ausschuss, die Summe auf 120 000 Euro zu erhöhen, die für diese Maßnahme vorgesehen sind. Rund 20 000 Euro entfallen auf die Josef-Seib-Straße.

Die Gebäude Bahnhofstraße 19 und 21 gehören seit einiger Zeit der Gemeinde. Jetzt soll das Projekt „Wohnbebauung Bahnhofstraße“ im Zuge des Stadtumbaus angegangen werden. „Die Gemeinde kann an den Bauherrn Vorschläge unterbreiten, und das Projekt soll in der zweiten Jahreshälfte in die Ausschreibung gehen“, erläuterte der Bürgermeister. Da es keinen Bebauungsplan gibt, soll sich die Höhe des neuen Gebäudes und die Geschossflächen an der dortigen Umgebung orientieren. Das bedeutet zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Kritik kam von Hans-Peter Fischer, Fraktionsvorsitzender der Freien Liste Biblis (FLB), der gerne gehabt hätte, dass die Gemeinde in Eigenregie diese Wohnungen errichtet.

Für die Ausschreibung gibt es folgende Vorschläge: Es soll sich um seniorengerechte Wohnungen handelt, die Gemeinde bestimmt die Belegung, oder es gibt eine Mietpreisdurchmischung. Zudem soll es Gemeinschaftsräume geben. Ausschussvorsitzender Dirk Müller erwähnte, dass er bei einem ähnlichen Haus Gästezimmer gesehen hätte, die bei Bedarf von den Mietern gebucht werden könnten. Der Ausschuss verabschiedete diesen Punkt einstimmig, lediglich die beiden FLB-Kandidaten enthielten sich.

Der Kreis hat der Gemeinde angeboten, sich an einer zu gründenden Wohnraumagentur zu beteiligen. Sie soll leerstehenden Wohnraum dem Markt zugänglich zu machen. Dazu hat Biblis Interesse angemeldet. Die Agentur soll freie Wohnungen akquirieren, da in vielen kleineren Kommunen dafür kein Personal vorhanden ist. Die Gründungskosten werden durch den Kreis Bergstraße getragen. Für weitere anfallende Kosten sind individuelle Vereinbarungen zu treffen, heißt es in der Vorlage, die allen Ausschussmitgliedern vorlag. cid

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