Biblis

Verein für Heimatgeschichte Ausstellung von Bilddokumenten im Burg-Stein-Museum / Am Wochenende geöffnet

Das Rheinufer im Wandel der Zeit

Archivartikel

Nordheim.Der Verein für Heimatgeschichte Nordheim lädt am Sonntag, 29. September, um 14.30 Uhr zur Eröffnung der Sonderausstellung „Das Rheinufer des Kreises Bergstraße“ im Burg-Stein-Museum ein.

Der Großherzoglich Hessische Oberbaurat Julius August Amelung aus Darmstadt hat in seiner 1845 erschienenen Abhandlung über den Wasserbau an den schiffbaren Flüssen des Großherzogtums Hessen ausdrücklich die schön und solide gebaute Stromstrecke, eingefasst von ihren Treidelpfaden oder Leinpfaden zwischen den damals hessischen Städten Worms bis Mainz gerühmt. Er konnte stolz auf das Ergebnis jahrzehntelanger Flussbauarbeiten zurückblicken. Der schon im Mittelalter übliche Uferbau mit Faschinen wurde ab 1813 von Sandsteinuferbefestigungen abgelöst.

Bereits 1815 wurde der Durchbruch des Biedensandes geplant, den die Stadt Worms ablehnte, da sie eine Versandung ihres Rheins befürchtete. 1830 ließ Wasserbauinspektor Geilfuß, Lampertheim die einzelnen Rheinarme bei Rosengarten und den Steiner Wörth bei Nordheim abschließen. Teilweise sind diese heute noch als Vertiefungen in den Rheinwiesen erkennbar. 1845 erfolgte der Anbau der Rheininseln ans feste Land. Ein abgebrochener Sandsteinbau im Altrhein zwischen Wehrzollhaus und Maulbeeraue stammte aus dieser Zeit.

Die Ausstellung zeigt anhand von Bilddokumenten die Veränderungen des Rheinufers im Kreis Bergstraße und vergleicht diese mit Uferabschnitten in der Nachbarschaft. Der Eintritt frei. Die Ausstellung ist geöffnet am Sonntag, 29. September, von 14.30 bis 18 Uhr, am Montag, 30. September, von 14.30 bis 17.30 Uhr und dann am ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr. Während der Herbstferien ist das Museum geschlossen. red

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