Biblis

Schule in den Weschnitzauen Tintenklecks-Betreuer bieten Telefongespräche mit ihren Schützlingen in Biblis an

Die Vorbereitungen laufen

Archivartikel

Biblis.„Wir möchten mit den Kindern weiter in Kontakt bleiben, durch Mitmachaktionen oder auch indem wir miteinander telefonieren“, sagt Conny Brutscher, Leiterin der Schulkindbetreuung Tintenklecks in Biblis. Dort stehen seit dem 16. März die „Uhren still“, nur vier Jungen und Mädchen kommen in die Notbetreuung. Alle anderen 90 Kinder sind zu Hause. „Wir denken aber immer an sie“, betont Brutscher.

Sie weiß, welche Herausforderung für viele Familien die Betreuung der Kinder zu Hause bedeutet. „Wir haben alle große Achtung davor, wie die Eltern dies seit Monaten meistern und für ihre Kinder da sind“, lobt Brutscher. Gespannt sind alle darauf, wie es ab Mitte Mai weitergeht, wenn die Schule für die Viertklässler wieder öffnen soll. Die Schulkindbetreuung Biblis sieht sich für diesen Schritt gut gerüstet, immerhin bereitet sie sich schon seit Wochen darauf vor. Die Zeit der Schließung nutzten die Betreuer für die pädagogische Weiterentwicklung ihrer Angebote. „Die Mitarbeiter wurden angehalten, verschiedene Konzepte auszuarbeiten“, erklärt Conny Brutscher. Welche Spiele, die auch Spaß machen, kann man mit Wahrung des Abstandes gut mit den Kindern spielen? Wie regelt man die Hausaufgabenbetreuung mit Abstand und Bewegungsmöglichkeiten? „Denn nicht alle Kinder können beim Erledigen der Hausaufgaben still sitzen, viele benötigen einen bewegten Ausgleich“, weiß Brutscher.

Auch außerhalb der Corona-Thematik wurden Konzepte erstellt – etwa wie man Gespräche mit Praktikanten über ihre Arbeit führt oder wie Stimme und Stimmlagen wirken und was damit ausgedrückt werden kann. Ebenso wurden die Wochen der Schließung für eine Grundreinigung genutzt. Teambesprechungen gab es sowieso, um sich auszutauschen und auf die Wiederkehr der Kinder vorzubereiten. „Wichtig war uns zudem, die Verbindung mit den Jungen und Mädchen aufrecht zu erhalten, damit sie wissen, wir denken an sie“, meint Brutscher.

Daher gab es Briefe an die Kinder und ihre Familien, auch mit kleinen Anregungen, Bastelideen und Anleitungen. Zu Ostern bat das Team darum, dass die Kinder Ostereier ausmalen und mit einem Handabdruck verzieren. Was zurück kam, wurde dann an die Fenster der Schulkindbetreuung gehängt. „Nun werden wir die Kinder und Eltern darauf aufmerksam machen, dass wir gerne auch telefonisch in Kontakt mit den Jungen und Mädchen treten, wenn diese das möchten. Einfach mal wieder die Stimme des anderen hören, miteinander erzählen, was seitdem passiert ist und erlebt wurde“, sagt Brutscher. Hierfür sei nun wieder ein Infobrief an die Familien geschickt worden.

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